Die alte Orgel im Westchor des Mainzer Doms ist für den Gemeindegesang weniger geeignet. Der Dom bekommt ein neues Orgelsystem, das aus drei Orgeln besteht. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Fredrik von Erichsen)

Millionenprojekt nimmt erste Hürde

Erste von drei neuen Orgeln erklingt im Mainzer Dom

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Die Erneuerung der Orgelmusik im Mainzer Dom St. Martin gilt als Jahrhundertprojekt. Die nun fertig gestellte erste von drei neuen Orgeln soll vor allem dem Gemeindegesang helfen.

Die neue Orgel der Schweizer Firma Goll mit 49 Registern soll am Sonntag von Bischof Peter Kohlgraf gesegnet und dann zum ersten Mal gespielt werden. "Die Klänge dieser Orgel sind sehr transparent", sagt Domorganist Daniel Beckmann.

Er glaubt, dass die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher auch durch den neuen Standort in der Marienkapelle beim Singen nicht mehr so orientierungslos seien. Von der bisherigen Orgel im Westchor des 1.000 Jahre alten Gebäudes hätten sie sich wegen des langen Halls im romanischen Kirchenschiff nicht getragen gefühlt.

14.625 Orgelpfeifen, 206 Register und knapp 6 Millionen Euro Baukosten

Bis Sommer nächsten Jahres soll eine zweite Orgel im Ostchor folgen, die vom österreichischen Orgelbauer Rieger hergestellt wird. Den Schlusspunkt setzt dann eine Orgel im Westchor, die einen Teil der 1928 dort gebauten Anlage des Bonner Orgelbauers Klais integriert.

Alle drei Orgeln zusammen haben dann 206 Register - etwas weniger als die Orgel in Passau, die mit 229 Klangfarben die größte Orgel in Deutschland ist. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf knapp sechs Millionen Euro: 1,5 Millionen Euro für das nun fertig gestellte Instrument, 2,8 Millionen für die Orgel im Ostchor und 1,5 Millionen für die im gegenüberliegenden Westchor. Zur Unterstützung der Finanzierung wirbt der Dombauverein für Patenschaften für die insgesamt 14.625 Orgelpfeifen.

Mainz

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SWR