Die Firmenzentrale des Getränkeherstellers Eckes-Granini in Nieder-Olm (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa | Fredrik Von Erichsen)

Flaschen zu ähnlich

Eckes-Granini aus Nieder-Olm gewinnt vor Gericht gegen Edeka

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Der Safthersteller Eckes-Granini aus Nieder-Olm hat im Rechtsstreit vor dem Hamburger Landgericht gegen Edeka vorerst Recht bekommen. Es ging um das Aussehen von Saftflaschen.

Bis vor wenigen Monaten hatte Edeka noch Fruchtsäfte von Eckes-Granini verkauft. Bei den letzten Vertragsverhandlungen konnten sich die beiden Parteien dann allerdings nicht mehr auf einen Preis einigen. Das Resultat: Edeka nahm die Eckes-Granini-Produkte aus seinen Regalen und platzierte dort stattdessen eine Eigenmarke.

Ähnlich aussehende Fruchtsaftflaschen

Deren Flaschen allerdings sahen denen von Eckes-Granini sehr ähnlich - zu ähnlich, fand das Nieder-Olmer Unternehmen und erwirkte deshalb eine einstweilige Verfügung gegen die Supermarktkette. Dagegen wiederum hatte Edeka geklagt.

Gericht: Typische Merkmale von Eckes-Granini übernommen

Das Hamburger Landgericht aber gab jetzt Eckes-Granini Recht und entschied: Edeka darf die betreffenden Saftflaschen weiterhin nicht verkaufen. Dem Gericht zufolge übernimmt die von Edeka verwendete Flasche typische Gestaltungsmerkmale, die das Originalprodukt von Eckes ausmachen. Edeka hat nun die Möglichkeit, gegen die Entscheidung des Hamburger Landgerichts Berufung einzulegen.

Immer wieder wird über Preise verhandelt

Schon einmal hatte die Supermarktkette in der Vergangenheit die bereits gestiegenen Preise bei Eckes-Granini nicht akzeptiert. Daraufhin wurden die Säfte über einen längeren Zeitraum nicht bei Edeka verkauft.

Die Firmenzentrale des Getränkeherstellers Eckes-Granini in Nieder-Olm (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Eckes-Granini/dpa | Eckes-Granini)
Die Firmenzentrale des Getränkeherstellers Eckes-Granini in Nieder-Olm. picture alliance / Eckes-Granini/dpa | Eckes-Granini

In dem aktuellen Fall hatte Eckes-Granini die gestiegenen Preise unter anderem mit den steigenden Rohstoffpreisen begründet. So sei beispielsweise das Organgensaftkonzentrat deutlich teurer geworden. Auch der Stoff, aus dem die Flaschen bestehen - also entweder recyceltes PET oder Glas - würde in der Herstellung mehr kosten. Auch deshalb müssten die Fruchtsäfte für mehr Geld verkauft werden.

Bei Edeka war man dagegen offenbar anderer Meinung. Eckes-Granini wolle nur seine Gewinne maximieren, war in der Lebensmittelzeitung zu lesen. Immer wieder verhandeln Lebensmittelhersteller über Preise. Dabei geben sie an, für wie viel Geld sie ihre Waren oder Produkte zukünftig an den Handel verkaufen wollen.  

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