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Ein neuer Wintermantel, Schuhe fürs Kind oder eine Kaffeekanne: Einkaufen vor Ort ist jetzt wieder möglich. Allerdings nur mit Termin. In Mainz ist die Nachfrage riesig.

Seit 1. März sind die Corona-Regeln in Rheinland-Pfalz leicht gelockert. Dazu gehört auch die Möglichkeit, im Einzelhandel mit Termin einzukaufen. In Mainz stößt das auf großes Interesse. Gerade die kleineren, inhabergeführten Läden machten beim sogenannten Termin-Shopping mit, sagt Annette Plachetka von der Werbegemeinschaft Mainz. Die Terminbücher seien bei vielen Einzelhändlern schon am Montag voll gewesen.

Termin-Shopping macht individuelle Beratung möglich

Auch Andreas Nagel, Inhaber eines Kinderschuhgeschäfts, ist froh über die Möglichkeit der Öffnung. Gerade bei Kinderfüßen, die noch im Wachstum sind, sei es wichtig, genau zu messen, zu beraten und anzuprobieren. Zumal es jetzt wärmer werde und die Kinder neue passende Schuhe bräuchten.

Jetzt könne er endlich wieder individuell beraten. Seine Kundschaft sei dankbar, sein Terminkalender bis Ende der Woche schon voll. Pro Kundschaft rechne er mit einer Viertelstunde. Wirtschaftlich rechne sich das für ihn, da er seinen etwa 60 Quadratmeter kleinen Laden weitgehend allein betreibe. Der Aufwand sei zwar größer, aber nach dem Lockdown sei er froh, dass er jetzt wieder Kundschaft begrüßen dürfe.

In einem Mainzer Schuhgeschäft ist Einkaufen mit Termin möglich (Foto: SWR)

Ein ganzes Mainzer Modehaus für sich

In einem großen Modehaus am Mainzer Dom mit sechs Etagen und 4.000 Quadratmetern Verkaufsfläche brauchen die Kundinnen und Kunden mehr Zeit. Eine Stunde reserviert Geschäftsleiter Thomas Schiffmann für jeden. Seit in der vergangenen Woche bekannt wurde, dass Termin-Shopping möglich wird, seien Anrufe gekommen und Termine vergeben worden. Am Montag sei bis einschließlich Mittwoch schon alles ausgebucht gewesen.

"Die ersten Feedbacks waren: 'Das ist ja wie bei Shopping-Queen.' Die Kunden waren ganz begeistert.“

Sinn-Geschäftsleiter Thomas Schiffmann

Eine der ersten Kundinnen im dem Mainzer Modehaus war Anja Niemeyer. Die Wiesbadenerin hält nach eigener Aussage nichts von Online-Shopping und hatte sehnsüchtig auf diesen Tag gewartet. Eine Stunde allein in dem riesigen Bekleidungshaus, das sei super gewesen. Zumal ihr ein persönlicher Einkaufsberater zur Verfügung gestellt worden sei. Einen neuen Wintermantel, einen passenden Schal und eine Bluse trug die Wiesbadenerin nach ihrer Einkaufsstunde freudestrahlend zur Kasse.

Strenge Regeln fürs Einkaufen mit Termin

Die Einzelhändler, die Termin-Shopping anbieten, müssen neben den Hygienebestimmungen wie Maskenpflicht und Abstand weitere Sicherheitsvorkehrungen treffen. So müssen sie nach Angaben der Werbegemeinschaft Mainz nach jedem Kundenbesuch in ihrem Geschäft desinfizieren und 15 Minuten lüften, bis die nächste Person den Laden betreten darf.

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