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Die Universitätsmedizin und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben vergangene Woche eine Studie zu Erkrankungen durch das Coronavirus gestartet. Heute macht sich Wissenschaftsminister Konrad Wolf (SPD) ein Bild vor Ort.

Zwei Studien zusammenführen

An der Studie nehmen 10.000 Menschen aus Rheinhessen teil. Dabei geht es um Risikofaktoren, Verbreitung und Folgen des Coronavirus und die von ihm verursachte Covid-19-Erkrankung. Die Forscher wollen Daten und Bioproben aus dem Bestand der bereits seit 2007 laufenden Gutenberg-Gesundheitsstudie (GHS) mit neu gewonnenen Daten und Proben zu Covid-19 zusammenführen.

Dafür werden die bisherigen Probanden der Gutenberg-Gesundheitsstudie gebeten, sich zweimal im Abstand von vier Monaten auf das Coronavirus sowie auf eine möglicherweise vorhandene Immunisierung testen zu lassen. Im Falle einer Sars-CoV-2-Infektion werden detaillierte Angaben zur Erkrankung erfragt.

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"Wie ist es den Leuten dabei ergangen?"

Professor Philipp Wild von der Mainzer Universitätsmedizin sagte zur Studie: "Zum einen wollen wir untersuchen, wie stark die Pandemie die Rheinhessen getroffen hat. Wie ist es den Leuten dabei ergangen? Wir haben viele positive Wirkungen der Maßnahmen. Aber wir haben auf der anderen Seite natürlich auch negative Wirkungen. Stichwort: Homeoffice, Homeschooling, Arbeitsplatzverlust. Genau das wollen wir untersuchen."

Um Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren, werden laut Unimedizin die meisten Daten per Fragebogen, telefonisch oder auch per Smartphone-App erhoben. So könne im Untersuchungszeitraum auch die zweite Welle der Infektion erfasst werden. Für die wissenschaftlichen Analysen sollen auch Verfahren der künstlichen Intelligenz genutzt werden.

Erste Ergebnisse zum Jahresende

Erste Ergebnisse sollen zum Jahresende 2020 vorliegen. Gefördert wird die Studie mit 1,6 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

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