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Nach den weiteren Coronainfektionen im Mainzer Allianzhaus ziehen Stadt und Gesundheitsamt weitere Konsequenzen. Bewohner, die sich wahrscheinlich noch nicht angesteckt haben, ziehen aus der Unterkunft aus.

Das betrifft nach Angaben des Mainzer Sozialdezernenten Eckartd Lensch (SPD) 31 Menschen, bei denen die Coronatests bisher negativ waren und die außerdem in der letzten Zeit keinen Kontakt zu ihren erkrankten Mitbewohnern im Allianzhaus hatten.

Das Gesundheitsamt will sie nach eigenen Angaben davor schützen, dass auch sie sich anstecken und die Quarantäne der gesamten Unterkunft dann weiter verlängert werden müsste. Die Nicht-Infizierten sollen in ein Haus in Mainz-Gonsenheim untergebracht werden und dort in Quarantäne bleiben.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Insgesamt haben sich aktuell 52 Bewohner des Allianzhauses mit Covid-19 infiziert, darunter auch viele Kinder. Laut Gesundheitsamt haben alle nur milde Symptome, ihr Zustand werde regelmäßig kontrolliert. Mögliche Infektionsketten außerhalb der Unterkunft beispielsweise in Schulen habe das Gesundheitsamt überprüft und nicht festgestellt.

Die Flüchtlingsunterkunft in der Mainzer Innenstadt steht bereits seit vergangenem Dienstag (19. Mai) unter Quarantäne, sie soll am 9. Juni wieder aufgehoben werden.

In der Flüchtlingsunterkunft war zunächst eine dort lebende Familie positiv auf COVID-19 getestet worden. Anschließend waren auf verschiedenen Stockwerken weitere Fälle aufgetreten. Daraufhin wurden alle Bewohner des Allianzhauses getestet.

Insgesamt 52 Corona-Fälle

Inklusive der in den vergangenen beiden Wochen aufgetretenen Fälle sind damit laut Gesundheitsamt 52 von den ursprünglich 132 Bewohnern, die im Allianzhaus gemeldet sind, positiv getestet worden. Die ersten Flüchtlinge, bei denen die Infektion festgestellt wurde, wurden am 14. Mai in der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft in der Housing Area in Mainz-Gonsenheim untergebracht. Dort stehen sie unter Quarantäne.

Im Allianzhaus leben aktuell noch die jetzt positiv Getesteten mit ihren Zimmergenossen. Diese seien höchstwahrscheinlich auch infiziert. Außer in den Familienzimmern hätten in dem Gebäude im Durchschnitt drei Menschen in einem Zimmer gelebt.

Die rund 15 Mitarbeiter in der Flüchtlingsunterkunft und der Sicherheitsdienst wurden laut Gesundheitsamt auch getestet worden - ohne Befund.

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