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Gleich nach der Entscheidung für Armin Laschet als CDU-Kanzlerkandidaten gab es Parteiaustritte in Rheinhessen. Die CDU und die Jungen Union bekamen Mails von ihren Mitgliedern.


Die CDU und die Junge Union haben in Rheinhessen rund 5.000 Mitglieder. Davon wollen etwa 20 ( Stand Mittwoch, 16 Uhr) der Partei den Rücken kehren. Das haben der CDU-Kreisverband und die Junge Union Rheinhessen-Pfalz dem SWR mitgeteilt. Es handele sich um langjährige Parteimitglieder. In einem Fall dauere die CDU-Mitgliedschaft schon 45 Jahre. Aber auch jüngere Mitglieder, die erst ein paar Jahre oder Monate dabei sind, würden aus der Partei austreten. Alle seien unzufrieden mit der Wahl des Kanzlerkandidaten Armin Laschet. Sie hätten sich den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) gewünscht. Mit ihm hätte man bessere Chancen gehabt, den anstehenden Bundestagswahlkampf zu gewinnen.

Mit jedem Austrittswilligen will man reden

Aus der CDU auszutreten ist als Mitglied ganz einfach. Es reicht, eine Mail zu schreiben. Aber so einfach will die Partei ihre Mitglieder nicht ziehen lassen. Mit jedem, der die Partei verlassen wolle, werde man das Gespräch suchen, so der Geschäftsführer des CDU-Kreisverbandes, Andreas Blum.

Welche Erwartungen hat die CDU-Basis jetzt an Laschet?

Der Vorsitzende der Jungen Union Rheinhessen Pfalz, Maximilian Göbel, formuliert es konkret: ein baldiges Wahlprogramm, um mehr junge Wähler für die CDU zu gewinnen. Es sei fünf Monate vor der Bundestagswahl, wie wolle man jungen Leuten ein breites Angebot machen? Das sei für ihn die Frage. Fakt ist aber, die Union plant erst im Juli, ihr Wahlprogramm der Öffentlichkeit vorzustellen. Andere Parteien wie die SPD, die Grünen und FDP sind da schon weiter.

Was hilft gegen den Frust in der CDU?


Die Sprecher der CDU und der Jungen Union in Rheinhessen hoffen, dass Kanzlerkandidat Armin Laschet wieder die Reihen eint. Er müsse es schaffen, dass die Parteibasis nicht mehr verärgert ist. Die drei Kreisverbände Stadt Mainz, Kreis Mainz-Bingen und Kreis Alzey-Worms hatten sich in Befragungen mehrheitlich für CSU-Chef Markus Söder als Kanzlerkandidaten der Union ausgesprochen und gehofft, dass ihr Votum auch zählt. Jetzt habe man eine Erwartungshaltung, die enttäuscht worden sei, so CDU-Kreisgeschäftsführer Andreas Blum. Laschet selbst hat bereits angekündigt, er wolle in die Kreisverbände gehen und dort Gegensätze zusammenführen. Das sei ihm nach der Wahl zum CDU-Chef ja auch gelungen, so Laschet.

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