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Der drohende Streik von Busfahrern privater Verkehrsunternehmen zum Schulbeginn am Montag in Rheinland-Pfalz ist vom Tisch: Die Gewerkschaft Verdi hat sich nach eigenen Angaben mit den Arbeitgebern am Donnerstag auf eine Übergangslösung einigen können.

Diese sieht laut Jürgen Jung, dem Verdi-Landesfachbereichsleiter für Verkehr, Einmalzahlungen in Höhe von 1.500 Euro an alle Gewerkschaftsmitglieder vor. Außerdem soll es einen Mindeststundenlohn von 15 Euro für alle Busfahrer ab dem 1. September geben. Zudem heißt es in der Übergangslösung, das weitere Verhandlungen für die Zukunft ganz ohne Zeitdruck möglich gemacht würden. Zuvor hatte die "Allgemeine Zeitung" (Mainz) darüber berichtet.

Verhandlungen um einen ÖPVN-Index laufen

Bei privaten Busunternehmen in Rheinland-Pfalz arbeiten laut Verdi rund 6.000 Fahrer. "Wir sind froh, dass zum ersten Schultag Normalität bei der Schulbeförderung erreicht wird", sagte Jung der Deutschen Presse-Agentur. Grundlage für die Übergangslösung jetzt so kurz vor Beginn der Schule sei die Aussicht auf die Einführung des ÖPNV-Index gewesen. Die Vereinigung der Arbeitsverbände Verkehrsgewerbe (VAV), das Land und Verdi haben sich vor einigen Wochen darauf geeinigt. Dieser Index beinhaltet Zuschüsse für den öffentlichen Nahverkehr und soll zum Beginn des nächsten Jahres in Kraft treten.

Laut Geschäftsführer der VAV, Heiko Nagel, seien die Streiks "in letzter Sekunde" abgewehrt worden. Auch mögliche Tarifsteigerungen bei Busfahrern würden durch den bevorstehenden Index ausgleichbar sein, sofern dieser in Kraft tritt. Über die Details soll in den nächsten Monaten verhandelt werden, teilte das rheinland-pfälzische Verkehrsministerium mit. "Wir haben aus der Landespolitik das Signal empfangen, dass es zum 1. Januar 2021 einen ÖPNV-Index geben wird, der solche exorbitant hohen Tarifsteigerungen ausgleichen soll", erklärte Nagel weiter.

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