Daniel Baldy holt für die SPD das Direktmandat im Wahlkreis Mainz (Foto: SWR)

Wahlkreis 205: Mainz

SPD-Kandidat Baldy jagt CDU das Direktmandat im Wahlkreis Mainz ab

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Überraschung im Wahlkreis Mainz: Ursula Groden-Kranich von der CDU verliert bei der Bundestagswahl das Direktmandat an die SPD. Und Obdachlosenarzt Gerhard Trabert überrascht mit vielen Stimmen.

Nach 16 Jahren geht der Wahlkreis Mainz wieder an die Sozialdemokraten. Geschafft hat das der 27-jährige Lehrer Daniel Baldy. Er kommt - praktisch aus dem Stand - auf 24,9 Prozent der Stimmen, Ursula Groden-Kranich von der CDU liegt mit 23,6 Prozent knapp dahinter.

SPD punktet mit jungem Kandidaten aus dem Landkreis  

Baldy war bislang vor allem auf kommunaler Ebene politisch aktiv. Er ist in der SPD-Fraktion der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe. Für das Direktmandat hatte er sich in einer Stichwahl gegen Jana Schneiß, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Mainzer Stadtrat, durchgesetzt. 

Der Sozialdemokrat wohnt in Münster-Sarmsheim bei Bingen. Er hat Geschichte, katholische Religion und Sozialkunde studiert und ist Lehrer. Erst vor Kurzem hat er sein Schulreferendariat abgeschlossen.  

"Es ist megageil"

Groden-Kranich große Verliererin der Wahl

Bei der letzten Bundestagswahl hatte die CDU-Kandidatin Groden-Kranich den Wahlkreis noch souverän mit fast 36 Prozent der Stimmen gewonnen. Weil sie nicht über die Liste abgesichert ist, wird Groden-Kranich im nächsten Bundestag nicht vertreten sein. Sie sei traurig und enttäuscht, sagte sie dem SWR.

Am frühen Morgen habe sie der Landeswahlleiter darüber informiert, dass sie nicht über den Listenplatz ihrer Partei den Einzug in den neuen Bundestag schaffe. Sie müssen nun erst einmal alles sacken lassen, so Groden-Kranich. Es habe an der Gesamtgemengelage, die gegen die CDU und damit gegen sie selbst gerichtet gewesen sei. "Mein persönliches Ergebnis ist gar nicht so schlecht, aber eben nicht gut genug gewesen", so Groden-Kranich. Wie sie sich künftig politisch engagieren werde, können sie derzeit noch nicht sagen.

Ein Wahlplakat zeigt ein Porträt der Mainzer CDU-Bundestags-Kandidatin Ursula Groden-Kranich (CDU). Der Aufsteller steht schief. (Foto: SWR, C- Lutz)
Weder Direktmandat noch Landesliste - Ursula Groden-Kranich schafft es nicht in Bundestag. C- Lutz

Achtungserfolg für Obdachlosenarzt Trabert

Ein politischer Newcomer ist der Mainzer Obdachlosenarzt Prof. Dr. Gerhard Trabert. Der parteilose Kandidat trat erstmals für eine Bundestagswahl an - als Direktkandidat für die Partei Die Linke. Aus dem Stand holte er 12,4 Prozent der Erststimmen im Wahlkreis Mainz, so dass er nach den Direktkandidaten von SPD, CDU und Grünen auf Platz im Wahlkreis Mainz vier liegt. Dennoch: In den Bundestag wird er nicht einziehen, da die Linke zu schlecht abgeschnitten hat.

Trabert sagt dem SWR, er bereue nicht, angetreten zu sein. Nun müsste er erst einmal in sich gehen, um zu entscheiden, wie sein künftiges politisches Engagement aussehen werde. Was bleibe, sei ein positives Gefühl.

 Tabea Rößner verpasst erneut Direktmandat

Der Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen in Rheinland-Pfalz, Tabea Rößner, gelang es auch im vierten Anlauf nicht, bei einer Bundestagswahl das Direktmandat zu gewinnen. Sie kam auf knapp 18,7 Prozent der Erststimmen und nimmt wieder den Umweg über den Listenplatz ihrer Partei in den Bundestag. Dort steht sie auf Platz 1.

Auf der Landes List der AfD belegt Sebastian Münzenmaier den ersten Platz. Er wird aufgrund dieser Position Abgeordneter nach Berlin gehen.

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