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Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim hat im vergangenen Jahr so viel Geld in Forschung und Entwicklung gesteckt wie noch nie. Dabei geht es vor allem um Corona-Medikamente.

Nach eigenen Angaben hat das Familienunternehmen im vergangenen Jahr seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung um sieben Prozent auf die Rekordsumme von 3,7 Milliarden Euro gesteigert. Damit hat Boehringer Ingelheim innerhalb eines Jahres so viel in Forschung und Entwicklung investiert wie noch nie in seiner 136-jährigen Geschichte.

Vor allem die Bemühungen zur Erforschung möglicher Therapien im Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19 seien verstärkt worden, teilte Boehringer am Mittwoch auf einer Online-Pressekonferenz mit. Derzeit beteilige sich das Unternehmen an mehreren Projekten für die Entwicklung von Medikamenten gegen Covid-19. Im Dezember sei eine klinische Studie mit einem Antikörper zur Abwehr des Virus gestartet.

Corona-Therapien werden weiter erforscht

"Wir haben bereits im ersten Quartal 2020 mit der Erforschung und Entwicklung möglicher Covid-19-Therapien begonnen, da wir die Dringlichkeit erkannt haben", so Hubertus von Baumbach, Vorsitzender der Unternehmensleitung. Diese Arbeit werde im laufenden Jahr weltweit fortgesetzt.

Umsatz und Ergebnis gesteigert

Der Umsatz von Boehringer Ingelheim erhöhte sich im Vergleich zu 2019 um drei Prozent auf knapp 19,6 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis des Konzerns stieg von rund 3,8 Milliarden Euro auf gut 4,6 Milliarden Euro. Angesichts der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie sei das Unternehmen mit den erzielten Ergebnissen zufrieden, erklärte Finanzchef Michael Schmelmer. Für das laufende Jahr erwarte Boehringer Ingelheim eine leichte Steigerung.

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