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Der rheinland-pfälzische Pharmakonzern Boehringer Ingelheim und Google forschen gemeinsam mit superschnellen Quantencomputern. Dazu wurde nach Angaben von Boehringer extra ein Quantum-Forschungslabor eingerichtet.

Es gehe darum, Moleküle darzustellen und darauf zu untersuchen, ob diese wirkungsvoll gegen Krankheiten helfen können, so ein Boehringer-Sprecher. Mit gängigen Computern ließen sich solche Simulationen kaum durchführen. Google wiederum forsche und arbeite mit leistungsstarken Quantencomputern. Damit könne in der Pharmazie deutlich schneller und optimaler geforscht und neue Wirkstoffe für Medikamente entwickelt werden.

Sundar Pichai, Vorstandsvorsitzender von Google, steht im Labor in Santa Barbara neben einem der Quantencomputer von Google.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/Google )
Sundar Pichai, Vorstandsvorsitzender von Google, steht 2019 im Labor in Santa Barbara neben einem der Quantencomputer von Google. picture alliance/dpa/Google

Die Partnerschaft sei auf drei Jahre angelegt, teilte Boehringer mit. Der Gesamtwert der Transaktion liege bei knapp 1,2 Milliarden Euro. Das Pharmaunternehmen mit Sitz im rheinhessischen Ingelheim ist nach eigenen Angaben weltweit das erste Pharmaunternehmen, das mit Google im Bereich Quantencomputer zusammenarbeitet.

Boehringer Ingelheim befindet sich seit der Gründung im Jahr 1885 in Familienbesitz. Am Stammsitz in Ingelheim (Kreis Mainz-Bingen) arbeiten etwa 8.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Jahr 2019 erwirtschaftete das Pharmaunternehmen nach eigenen Angaben Umsatzerlöse von 19 Milliarden Euro.

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