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Der Impfstoffhersteller Biontech entwickelt eine Software für das bundesweite Impfmanagement. Das Mainzer Unternehmen bestätigte, dass der grobe Rahmen für das Projekt stehe.

Mit der Software soll die Lieferung und Verteilung aller zugelassenen Corona-Impfstoffe in Deutschland gesteuert werden. Sie werde zunächst als Pilotprojekt gemeinsam mit dem Land Bayern erprobt und sei weitgehend fertig, berichtet der "Spiegel". Eine Unternehmenssprecherin teilte dem SWR mit, Biontech arbeite hier eng mit Bund und Ländern eng zusammen.

Berechnung der Nachlieferungen und der benötigten Mitarbeiter

Die Software soll unter anderem steuern, wie viele Dosen in welches Impfzentrum geliefert werden, ebenso wann und wo Nachlieferungen erforderlich sind, oder wie trotz knapper Dosen möglichst viele Menschen geimpft werden können. Berechnet werden kann über das System offenbar auch, wie viele Mitarbeiter in den Impfzentren benötigt werden.

Ziel sei es, mit der Software unter anderem die Planungssicherheit der Impfzentren zu verbessern, so die Sprecherin von Biontech. Mit dem System soll etwa verhindert werden, dass Impftermine ausfallen, oder zu wenige Impfdosen verfügbar sind. Die Software soll es darüber hinaus ermöglichen, flexibel auf Änderungen bei den Auslieferungsmengen reagieren zu können.

Biontech im Gespräch mit Bundesgesundheitsministerium

Nach "Spiegel"-Informationen ist das Bundesgesundheitsministerium mit Biontech im Gespräch. Die Zeit dränge, weil bald etliche Millionen Dosen pro Woche erwartet würden und die Organisation damit deutlich komplexer werde. "Wir müssen dringend professioneller werden und brauchen eine Impflogistik, mit der wir zuverlässig mehr und schneller impfen können", sagte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach dem "Spiegel". Dass die Impflogistik "schlecht organisiert" und "intransparent" sei, wundere ihn. "Ich dachte sogar, das können wir besonders gut."

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