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Die Pharmaunternehmen Biontech (Mainz) und Pfizer (New York) forschen an einem Impfstoff gegen Covid-19. Sollte der zugelassen werden, hat sich Großbritannien bereits eine große Lieferung gesichert.

Biontech teilte mit, sobald ein Impfstoff entwickelt, genehmigt und zugelassen sei, sollten 30 Millionen Dosen nach Großbritannien geliefert werden. Die Unternehmen testen derzeit verschiedene Impfstoff-Kandidaten. In einer Mitteilung heißt es, bis Ende des Jahres könnten es bis zu 100 Millionen Dosen und bis Ende 2021 möglicherweise mehr als 1,3 Milliarden sein. Vorausgesetzt, die Pharmaunternehmen erhalten eine behördliche Genehmigung. Biontech sprach zuletzt von ermutigenden Ergebnissen bei den bisherigen Studien.

Weitere Verträge sollen folgen

Man befinde sich in fortgeschrittenen Gesprächen mit verschiedenen anderen Regierungen und hoffe, bald weitere Liefervereinbarungen bekanntgeben zu können, sagte Biontech-Chef Ugur Sahin. Für zwei Impfstoffkandidaten genehmigte die US-Arzneimittelbehörde FDA kürzlich ein beschleunigtes Zulassungsverfahren.

Erste Studienergebnisse hätten gezeigt, so die Unternehmen, dass Probanden (45 gesunde Menschen im Alter zwischen 18 und 55 Jahren) Antikörper gegen den Erreger Sars-CoV-2 entwickelt hätten. Unklar sei aber noch, ob diese Antikörper tatsächlich vor einer Infektion schützten. Das sollen als nächstes Tests mit bis zu 30.000 Probanden zeigen.

London sichert sich insgesamt 190 Millionen Impfdosen

Mit dem Liefervertrag mit Biontech/Pfizer hat sich Großbritannien mittlerweile etwa 190 Millionen Impfdosen gesichert. 60 Millionen stammen von dem Unternehmen Valneva mit Sitz in Frankreich, das auch eine Produktionsstätte in Schottland hat. Es arbeitet an einem Stoff mit inaktiven Coronaviren. Bereits zuvor hatte Großbritannien 100 Millionen Dosen eines Impfstoffes bestellt, an dem Forscher im britischen Oxford arbeiten. Großbritannien ist das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land in Europa.

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