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Im Rennen um einen rettenden Impfstoff gegen das Coronavirus hat die EU-Kommission mit der Mainzer Firma Biontech die mögliche Lieferung von bis zu 300 Millionen Einheiten vereinbart.

Die Kommission in Brüssel teilte am Mittwoch mit, dass zunächst die Lieferung von 200 Millionen Dosen geplant sei, mit der Option auf 100 Millionen weitere. Das Biotech-Unternehmen schrieb dazu auf seiner Website, die geplante Vereinbarung sei der größte Initialauftrag für die Lieferung eines Impfstoffes für das Unternehmen und seinen US-amerikanischen Partner Pfizer.

Noch ist der Impfstoff allerdings nicht zugelassen. Derzeit laufen noch klinische Tests. Am Montag erst hatte das zuständige Paul-Ehrlich-Institut die Genehmigung für den deutschen Teil einer großen Phase-2/3-Wirksamkeitsstudie erteilt. In dieser Studie, die bereits im Juli im Ausland startete, wird die Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten BNT162b2 an bis zu 30.000 Probanden in rund 120 Studienzentren weltweit getestet.

Spahn begrüßt Einigung der EU mit Biontech

Die Lieferung eines Impfstoffes könnte laut Biontech und Pfizer Ende dieses Jahres starten, sofern ihr gemeinsamer Impfstoffkandidat zuvor von den Behörden als wirksam und sicher anerkannt wird. Nach eigenen Angaben rechnen die beiden Firmen weiterhin damit, eine behördliche Zulassung bereits im Oktober beantragen zu können.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) begrüßte die Einigung der EU-Kommission mit Biontech und Pfizer. Die Firmen machten "vielversprechende Fortschritte", erklärte er in Berlin. Deutschland habe die EU bei den Verhandlungen über die Reservierungsvereinbarung unterstützt.  

EU setzt auf Vereinbarungen mit mehreren Unternehmen

Die EU-Kommission verfolgt die Strategie, mit möglichst vielen Pharmafirmen Vorverträge abzuschließen, um bei einem erfolgreichen Impfstoff rasch Zugriff zu haben. Die Brüsseler Behörde hat schon mit sechs Herstellern entsprechende Gespräche geführt.

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