Vor der Zentrale von BioNTech an der Mainzer Goldgrube wehen Fahnen, darunter eine Regenbogenfahne (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Klinische Studien laufen

BioNTech kündigt für Oktober Impfstoff gegen Omikron-Varianten an

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Das Mainzer Biotechunternehmen BioNTech bereitet sich auf die Einführung von gleich zwei angepassten Impfstoffen gegen das Coronavirus vor. Außerdem veröffentlichte das Unternehmen aktuelle Geschäftszahlen.

Die neuen Impfstoffe seien an die Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 angepasst. Sie zielten zudem auf einen längeren und breiteren Schutz gegen eine Covid-19-Erkrankung ab, sagte Konzernchef Ugur Sahin.

Falls die zuständigen Behörden die neuen Impfstoffe genehmigten, könnten erste Dosen ab Oktober ausgeliefert werden. Bisher ist noch kein Impfstoff in der EU zugelassen, der auch auf Varianten des Coronavirus zielt.

Rückgang bei Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal

In dem Bericht zu den neuen Impfstoffen veröffentlichte BioNTech auch die aktuellen Geschäftszahlen. Danach hat das Unternehmen von April bis Juni deutlich weniger verdient als in den Wintermonaten. Der Gewinn sank auf 1,67 Milliarden Euro nach 3,7 Milliarden Euro zu Beginn des Jahres. Auch der Umsatz ging um fast 40 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zurück.

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Besser sehen die Zahlen aus, wenn das erste Halbjahr 2022 betrachtet wird. Danach hat BioNTech seinen Umsatz im Vergleich zur ersten Hälfte 2021 um 30,1 Prozent auf 9,57 Milliarden Euro gesteigert. Der Nettogewinn legte um 37,2 Prozent auf 5,37 Milliarden Euro zu.

Dynamische Entwicklung der Pandemie führt zu Schwankungen

Der Corona-Impfstoffhersteller führt die Rückgänge im zweiten Quartal darauf zurück, dass die dynamische Entwicklung der Pandemie "zu einer Verschiebung von Aufträgen und damit zu Schwankungen bei den Quartalsumsätzen" führe.

Das Unternehmen bestätigte seine Prognose für das Gesamtjahr 2022 mit Covid-19-Impfstoff-Umsätzen von 13 bis 17 Milliarden Euro.

Stadt Mainz mit Ergebnis von BioNTech zufrieden

Nach der Veröffentlichung der neuen Quartalszahlen hält die Stadt Mainz weiter an ihren Finanzplanungen fest. Finanzdezernent Günter Beck (Bündnis 90/Grüne) sagte dem SWR, es sei zu erwarten gewesen, dass die Gewerbesteuereinnahmen durch BioNTech nicht gleichbleibend auf dem sehr hohen Niveau wie bisher blieben. Man sei aber weiterhin sehr zufrieden mit dem Mainzer Unternehmen und den Gewerbesteuereinnahmen, die es der Stadt bringe.

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