Feuerwerk beim Mainzer Johannisfest (Foto: SWR, SWR1 - S. Waldmannstetter)

Positive Bilanz der Polizei

Mainzer Johannisnacht endete mit Feuerwerk

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Seit Freitag wurde in Mainz die Johannisnacht gefeiert. Zum Abschluss gab es am Montagabend ein großes Feuerwerk.

2019 durften die Mainzerinnen und Mainzer das letzte Mal ihr Johannisfest feiern. Dann fiel das Volksfest zwei Mal wegen Corona aus. Vier Tage lang wurde jetzt aber wieder kräftig am Rhein und in der Innenstadt gefeiert. Nach Angaben der Stadt waren es ingesamt rund 400.000 Besucher.

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Die meisten Besucherinnen und Besucher waren dementsprechend glücklich. Es sei schön, endlich wieder feiern zu können, ganz ohne Corona-Maßnahmen, hieß es von einem Festbesucher. Man spüre richtig, dass die Leute wieder in Stimmung seien. Trotzdem wären die meisten Besucherinnen und Besucher verantwortungsbewusst mit der Situation umgegangen, schließlich sei Corona ja noch nicht vorbei. Die Festdezernentin Marianne Grosse sagte, es sei ein sehr gelungener Neustart nach langer Pause gewesen.

Schausteller waren sehr zufrieden

Auch vom Sprecher der Mainzer Schausteller, Marco Sottile, gab es ein äußerst positives Fazit. Es sei ein Super-Johannisfest gewesen. Die Leute seien friedlich und in Feierlaune in der Stadt unterwegs gewesen, man habe gespürt, dass alle heiß auf die Johannisnacht waren. Sorgen macht Sottile sich allerdings, wenn er an den kommenden Herbst denkt. Natürlich würden die Aussagen von Experten zur Corona-Entwicklung zu Ängsten unter den Schaustellern führen. Die vergangenen beiden Jahre waren wirtschaftlich eine Katastrophe, das müsse jetzt verhindert werden, so Sottile.

Großes Feuerwerk zum Abschluss der Johannisnacht

Zum Abschluss des Volksfestes wurde am späten Montagabend das traditionelle Feuerwerk zelebriert. Dafür war die Theodor-Heuss-Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden ab 22 Uhr für den Verkehr voll gesperrt worden. Dort drängeln sich erfahrungsgemäß die Zuschauer, um das Höhenfeuerwerk zu sehen.

Das Feuerwerk dauerte etwa 15 Minuten und wurde in Höhe des Kurfürstlichen Schlosses von einem Schiff auf dem Rhein abgefeuert.

Positive Bilanz der Polizei

Trotz Tausender Besucherinnen und Besucher gab es laut Polizei während der kompletten vier Tage so gut wie keine Zwischenfälle. Kurz vor Beginn des Feuerwerks am Montagabend sorgte eine angetrunkene Person für den Einsatz von Feuerwehr und Polizei. Ein 52-jähriger Mainzer war laut Polizei zunächst auf das Gerüst am Gebäude des Mainzer Rathauses, dann über einen Vorsprung und letztlich auf das ungesicherte Dach des Rathauses geklettert. Der Mann war augenscheinlich stark alkoholisiert und drohte abzustürzen. Einsatzkräfte der Polizei konnten das Gerüst ebenfalls betreten. Der Mann habe vom Dach aus das Feuerwerk schauen wollen, saß nun fest und musste von der Mainzer Feuerwehr gerettet werden. Während des Rettungseinsatzes musste der Bereich des Jockel-Fuchs-Platzes kurzzeitig gesperrt werden.

Ansonsten gab es vereinzelte Streitigkeiten, am Sonntag eine Beleidigung und zwei Kinder, die sich am Autoscooter gestritten hatten - mehr sei nicht gemeldet worden. Ein Polizeisprecher sagte, alles sei erstaunlich ruhig verlaufen.

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