Worms

Autoverkäufer aufgepasst: mutmaßliche Betrüger gefasst

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Bei einer routinemäßigen Verkehrskontrolle auf der A61 sind der Polizei bei Worms vier mutmaßliche Betrüger ins Netz gegangen. Sie sollen Teil einer größeren Bande sein, die in ganz Deutschland Privatleute beim Verkauf von Autos übers Ohr haut. 600 Fälle seien bundesweit bisher bekannt, so ein Polizeisprecher auf SWR-Anfrage. Die Ermittlungen werden zentral in Nordrhein-Westfalen geführt. Die Fahnder haben herausgefunden, dass sich die Betrüger erst die Autos anschauen und dann in einem unbeaufsichtigten Moment die Wagen manipulieren. Laut Ermittler schütten sie zum Beispiel Öl ins Kühlwasser. Dem Verkäufer würden sie so einen Motorschaden vortäuschen. Ziel sei es, dass der Verkäufer dann deutlich mit dem Preis heruntergeht. Wenn die Betrüger die Autos billig von den Privatleuten gekauft hätten, würden sie die Wagen dann wieder teuer weiterverkaufen. Die vier Männer, die die Polizei jetzt festgenommen hat, stammen aus Osteuropa. Bei ihnen wurden auch 14.000 Euro Bargeld und verschiedene Autoschlüssel gefunden. Gegen einen von ihnen ergeht laut Polizei möglicherweise noch ein Haftbefehl.

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