STAND

Im Prozess um ein verstorbenes Baby ist der Vater des Kindes am Mainzer Landgericht freigesprochen worden. Ihm war vorgeworfen worden, das Kind zu Tode geschüttelt zu haben.

Was genau passiert war, konnte laut Gericht nicht geklärt werden. Aber dem Angeklagten habe nicht nachgewiesen werden können, dass er Schuld am Tod des vier Monate alten Kindes habe.

Das Gericht entsprach damit der Forderung der Verteidigung. Sie hatte auf Freispruch plädiert und argumentiert, das Kind habe durch Vorerkrankungen einen Atemstillstand erlitten. Die Blutungen im Gehirn könnten durch die Wiederbelebungsmaßnahmen entstanden sein.

Für die Mainzer Staatsanwaltschaft schien der Fall klar: Sie warf dem 30-jährigen Vater von Zwillingen Überforderung vor. Er war im März 2019 im rheinhessischen Essenheim mit den Babys allein zuhause gewesen. Dabei soll er einen der beiden Jungen so heftig und anhaltend geschüttelt haben, dass dieser das Bewusstsein verlor und Hirnblutungen erlitt. Das war im März 2019. Drei Monate später war das Baby gestorben.

Ärzte hatten Polizei informiert

Ärzte hatten ein Schütteltrauma vermutet und die Polizei informiert. Dass der junge Vater wegen Totschlags auf der Anklagebank saß, stützte sich auf ein entsprechendes Gutachten der Mainzer Rechtsmedizin.

Mainz

Verschiedene Todesursachen denkbar Mainzer Prozess um totes Baby: Ist der angeklagte Vater unschuldig?

Vor dem Mainzer Landgericht steht seit Februar ein 30-jähriger Vater: er soll seinen knapp vier Monate alten Sohn so heftig geschüttelt haben, dass das Kind später verstarb. Doch es gibt auch andere Erklärungen für den Tod des Babys.  mehr...

Wiesloch

Urteil am Heidelberger Landgericht Vater von getötetem Sohn muss ins Gefängnis

Das Heidelberger Landgericht hat einen 40-Jährigen aus Wiesloch (Rhein-Neckar-Kreis) zu sieben Jahren Haft verurteilt. Der Mann hatte zugegeben, seinen kleinen Sohn getötet zu haben.  mehr...

Schreien ist normal Babys bitte nicht schütteln!

Wenn Eltern ihr schreiendes Kind schütteln, können sie ihm schwerste Verletzungen zufügen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat nun ein Bündnis dagegen gegründet.  mehr...

STAND
AUTOR/IN