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Die Coronakrise hat vielen Menschen mehr Zeit verschafft. Zeit auszumisten, vermutet das Forstamt Rheinhessen. Denn die Mitarbeiter kämpfen derzeit mit illegalen Müllablagerungen.

So haben nach Angaben des Forstamtes Unbekannte im Alzeyer Vorholz rund 50 Autoreifen illegal entsorgt. Sie hätten direkt neben einem Müllcontainer gelegen. Diesen hatte die Kreisverwaltung extra aufstellen lassen, damit die Förster dort den Müll, den sie finden, wegschmeißen können. Die Kosten für die Entsorgung der jetzt abgelagerten Autoreifen übernehme der Landkreis Alzey-Worms - und damit der Steuerzahler.

Die Mitarbeiter des Forstamtes gehen davon aus, dass es sich um den Müll eines Gewerbebetriebs handelt. Sollte der Täter ermittelt werden, würden bis zu 2.500 Euro Strafe fällig.

Illegal entsorgter Spermüll im Wald (Foto: Landesforsten.RLP.de / Joscha Erbes)
Das Problem verschäft sich, heißt es vom Forstamt: Immer häufiger werde im Alzeyer Vorholz Müll abgelagert. Landesforsten.RLP.de / Joscha Erbes

In den letzten Wochen habe es immer wieder solche Fälle von Müllablagerung im Wald gegeben. Das Problem habe sich verschärft. Das Forstamt vermutet, dass die Menschen zum einen mehr Zeit haben, um aufzuräumen und auszumisten. Zum anderen seien die Wertstoffhöffe in der Region wegen der Corona-Pandemie lange geschlossen gewesen.

Das zuständige Ordnungsamt wolle künftig verstärkt Streife fahren. Zudem sollen Schranken an Zufahrtswegen in den Wald geschlossen bleiben.

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