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Die Organisatoren der Buga 2029 weisen Kritik aus dem Kreis Mainz-Bingen zurück. Landrätin Schäfer (CDU) bemängelt, dass niemand aus dem Kreis im Buga-Aufsichtsrat vertreten ist.

Der Kreis Mainz-Bingen sei damit in keinem der beiden Gremien dabei, die die wichtigen Entscheidungen zur Bundesgartenschau treffen würden, kritisierte Landrätin Dorothea Schäfer (CDU). Das könne man so nicht akzeptieren. Schließlich bilde der Kreis mit der Stadt Bingen und der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe das südliche Eingangstor zu der künftigen Bundesgartenschau.

Mitglieder für Aufsichtsrat erstmal nur vorgeschlagen

Dagegen erklärte der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal, man habe die künftigen Mitglieder des Aufsichtsrates zunächst nur vorgeschlagen. Die endgültige Entscheidung treffe die Verbandsversammlung in ihrer nächsten Sitzung.

Blick von Loreley-Plateau (Foto: SWR)
Blick vom Loreley-Plateau ins Unesco-Welterbe Oberes Mittelrheintal.

Komplettes Mittelrheintal abzubilden sei schwierig

Bei dem Vorschlag habe man aber darauf geachtet, dass alle Bereiche des Mittelrheintals vertreten seien, so würden die vorgeschlagenen Personen Süden und Norden vertreten sowie die links- und rechtsrheinisch gelegenen Gebiete, so der Zweckverband Oberes Mittelrheintal. Es sei aber schwierig, wirklich das gesamte Gebiet abzubilden. Deshalb seien weitere Möglichkeiten der Beteiligung in Form von Beiräten vorgesehen.

Hoffnung auf gegenseitiges Vertrauen

Die Kritik des Kreises Mainz-Bingen will der Verbandsvorstand nach eigenen Angaben nicht unkommentiert im Raum stehen lassen. Durch die gemeinsamen positiven Beschlüsse zur Buga und die gemeinschaftliche Zusammenarbeit innerhalb des Verbandes in den vergangenen Jahren sei man davon ausgegangen, dass auch die nun anstehenden Prozesse im gemeinsamen Interesse und im gegenseitigen vertrauensvollen Miteinander angegangen werden könnten.

Der Mäuseturm in Bingen (Foto: SWR)
Blick auf den Mäuseturm bei Bingen.

Binger OB Feser (CDU) sieht es gelassen

Bingens Oberbürgermeister Thomas Feser (CDU) sagte, er sei bei diesem Thema sehr entspannt. Er fände es in Ordnung, wenn in den entscheidenden Gremien vor allem die größeren Gebiete des Mittelrheintals wie der Rhein-Lahn-Kreis und der Rhein-Hunsrück-Kreis dabei seien.

Regionen mit den größten Problemen sollten vertreten sein

Schließlich gebe es dort auch die größten Probleme, beispielsweise, was die Infrastruktur, den Bahnlärm oder die Gastronomie angehe. Es sei immer der Ansatz gewesen, mit Hilfe der Bundesgartenschau diese Probleme anzugehen. Deshalb sei er nach wie vor glücklich, dass es gelungen sei, den Zuschlag für die Buga 2029 für das Mittelrheintal zu bekommen.

Die Bundesgartenschau soll im Jahr 2029 stattfinden und sich im Mittelrheintal von Bingen bis Koblenz erstrecken.

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