Das Rotorblatt einer Windkraftanlage ist im Landkreis Alzey-Worms aus noch ungeklärter Ursache auf ein Feld gestürzt.  (Foto: picture-alliance / dpa)

Zwischenergebnis des Gutachters Defekt führte zu Windrad-Unfall

Nach dem Unfall an einem Windrad in Rheinhessen hat Betreiber Juwi erste Ergebnisse zur Ursache veröffentlicht. Im Dezember war ein Rotorblatt 145 Meter zu Boden gestürzt.

Ein Defekt am Blattlager hat zu dem Unfall bei Gau-Bickelheim (Kreis Alzey-Worms) geführt. Das ist das Zwischenergebnis der Untersuchung eines Gutachters, wie ein Sprecher des Betreibers Juwi am Mittwoch im rheinhessischen Wörrstadt mitteilte. Das Blattlager ist der Punkt, an dem das Rotorblatt an der Gondel - also dem Maschinenhaus der Anlage - befestigt ist.

Weitere Untersuchungen nötig

Wie es wiederum zu dem Schaden an dem Blattlager kommen konnte, sollen laut Juwi weitere Untersuchungen zeigen. Auch die endgültige Höhe des Sachschadens steht demnach noch nicht fest.

Baugleiche Windräder im Park abgeschaltet

An dem Windrad war am 10. Dezember ein 53 Meter langes und zehn Tonnen schweres Rotorblatt 145 Meter zu Boden gestürzt. Verletzt wurde niemand.

Vorsorglich waren nach dem Vorfall auch alle anderen baugleichen Windräder in dem Windpark abgeschaltet worden. Sie werden Juwi zufolge derzeit ebenfalls noch auf mögliche Defekte hin untersucht. Daher stehe der Park still. Über die Wiederaufnahme des Betriebs habe dann die Kreisverwaltung Alzey-Worms zu entscheiden.

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