vlexx-Bahn am Mainzer Hauptbahnhof (Foto: SWR)

Verspätungen und Zugausfälle in Rheinhessen Vlexx muss für Verspätungen zahlen

Zu kurze Züge und Verspätungen bei jeder vierten Verbindung - nun soll das Zugunternehmen Vlexx Strafen zahlen. Das hat der zuständige Zweckverband am Mittwoch bestätigt.

Beim Zugunternehmen Vlexx hatte es in den vergangenen Monaten vor allem auf der Strecke zwischen Worms und Alzey massive Verspätungen gegeben. Zwischenzeitlich war dort jeder vierte Zug verspätet.

Wie der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd am Mittwoch auf seiner Verbandsversammlung in Neustadt an der Weinstraße bekannt gab, sei die Pünktlichkeit von früher 95 auf 75 Prozent gesunken. Mittlerweile hätten sich die Werte zwar wieder erholt, seien aber immer noch nicht gut genug, so der Zweckverband.

Kritik gab es auch daran, dass seit August 15 Mal Vlexx-Züge unterwegs waren, denen mindestens ein Wagen fehlte. Dadurch hatte es häufig Überfüllungen gegeben.

Auch Deutsche Bahn in der Kritik

Kritik gibt es aber nicht nur an Vlexx, sondern auch an der Deutschen Bahn. Die DB Netz AG, die die Gleise betreibt, habe zu lange für notwendige Reparaturen gebraucht. Durch den heißen Sommer hatte es eine Vielzahl an Langsamfahrstellen gegeben, weil die Gleise die Hitze nicht aushielten.

Der Zweckverband vergibt unter anderem die Strecken im Nahverkehr in Rheinland-Pfalz an private Zugunternehmen und prüft auch deren Qualität.

Dauer

Das Unternehmen Vlexx ist nach eigenen Angaben im Auftrag der Zweckverbände Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord und Süd, des Rhein-Main-Verkehrsverbundes und des saarländischen Verkehrsministeriums unterwegs. Der Vertrag im sogenannten Dieselnetz Südwest habe eine Laufzeit bis 2037.

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