Ein typischer Aldi-Supermarkt mit Parkplatz davor (Foto: SWR)

Wohnen über dem Discounter Stadt Mainz bislang gegen Wohnungen auf Aldi-Filialen

In Mainz will der Lebensmitteldiscounter Aldi Filialen aufstocken, um Wohnraum zu schaffen. Das ist Thema eines Treffens im Mainzer Wirtschaftsdezernat.

Aldi will eine Filiale in Mainz-Bretzenheim erweitern und gleichzeitig das Gebäude aufstocken. So könnte nach Angaben eines Sprechers Platz für zusätzliche Läden, Wohnungen oder auch eine Kita entstehen. Man habe die Stadt Mainz aber bislang nicht von dem Konzept überzeugen können.

Das Nein aus dem Mainzer Rathaus

Die Stadtverwaltung begründet ihre Ablehnung mit dem so genannten Zentrenkonzept. Um inhabergeführte Läden in der Innenstadt und im Ortskern zu schützen, gibt es auf der "grünen Wiese" genaue Vorschriften über die Größe von Geschäften. Diese Vorschriften schließen eine Vergrößerung der Aldi-Filiale in Bretzenheim deshalb aus, so die Stadt. "Aldi hat dort bereits seine maximal erlaubte Größe erreicht", so die Mainzer Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz (CDU).

Ortsvorsteherin begrüßt die Aldi-Idee

Die Bretzenheimer Ortsvorsteherin Claudia Siebner (CDU) wird bei dem Treffen mit Wirtschaftsdezernentin Matz und Aldi dabei sein. Sie wolle ausloten, ob es doch noch Chancen für die Aldi-Pläne gibt. "Vielleicht ist eine Modifizierung möglich", sagte Siebner dem SWR. In Bretzenheim würden zusätzlicher Wohnraum und weitere Kitas dringend gebraucht.

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