Landgericht Mainz (Foto: SWR)

Urteil am Landgericht Mainz Geldautomaten-Sprenger muss ins Gefängnis

Das Landgericht Mainz hat einen Geldautomaten-Sprenger zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Unter anderem soll der Mann einen Automaten in Mainz-Finthen gesprengt haben.

Außerdem verurteilten die Richter den 33-Jährigen wegen eines Falls in Karlsruhe. Sowohl dort als auch in Mainz-Finthen waren er und seine Komplizen trotz der Explosionen nicht an die Geldkassetten gelangt und waren geflohen. Er war im September 2018 in Spanien geschnappt worden.

Aufgrund von DNA-Spuren wurde der Mann überführt. Er soll Mitglied einer großen Bande in den Niederlanden sein, die sich auf Geldautomaten-Sprengungen spezialisiert hat. Laut Ermittler gehören rund 250 Personen dazu, die meist aus den Niederlanden einreisen, um bundesweit Geldautomaten zu sprengen. Die Gruppenzugehörigkeit des 33-Jährigen konnte im Prozess jedoch nicht nachgewiesen werden.

Weil der Angeklagte professionell vorgegangen sei und jeweils erheblicher Sachschaden an den Automaten entstanden war, fiel das Urteil mit sechseinhalb Jahren Gefängnis relativ hoch aus. Dagegen kann Revision eingelegt werden.

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