Polizei an Rosenmontag (Foto: SWR)

Umfrage von Stadt und Polizei Mainzer fühlen sich sicher

Die Mainzer fühlen sich grundsätzlich sicher in ihrer Stadt. Das sagt eine Umfrage, die die Stadt Mainz und die Polizei in Auftrag gegeben haben. Dennoch gibt es Ecken, in denen manch einem Mainzer mulmig wird.

Die repräsentative Umfrage zum Sicherheitsgefühl der Mainzer hat das Institut für Publizistik der Johannes Gutenberg-Universität im Auftrag von Stadt und Polizei durchgeführt. Die Antworten von etwa 2.000 Mainzern und Mainzerinnen wurden ausgewertet.

Optimistischer als viele

Auf die Frage beispielsweise "Für wie wahrscheinlich halten Sie es, in den nächsten zwölf Monaten Opfer eines Verbrechens zu werden?", antworteten 1,4 Prozent der Mainzer "sehr wahrscheinlich".

Das seien viel weniger als im Bundesdurchschnitt, so Institutsleiter Gregor Daschmann. Seiner Meinung nach wissen die Mainzer, dass das Leben nicht ungefährlich ist, aber sie denken, es werde schon alles gut gehen. Insgesamt fühlen die Mainzer sich laut Umfrage sehr sicher, vor allem in ihrem Wohnumfeld.

Auch zu Großveranstaltungen wie Rosenmontagszug, Weihnachtsmarkt und Johannisnacht gehen sie gelassen. Hier habe sich das Sicherheitsgefühl in den letzten Jahren, trotz Terroranschläge, nicht verändert. "Die Mainzer lassen sich ihre Feste nicht vermiesen."

Dauer

Mulmiges Gefühl?

Die Ecken in der Stadt, in denen sich die Mainzer nicht so wohl fühlen, sind der Hauptbahnhof und das Bleichenviertel in der Innenstadt. Nach Angaben der Wissenschaftler sind das aber nicht automatisch die Orte, an denen es besonders gefährlich ist. Sondern es sind die Orte, an denen sich die Menschen häufiger aufhalten und häufiger auch auf andere Menschen treffen; meist auch Orte, die ohnehin keine gutes Image haben.

Polizei wird auswerten

Die Mainzer Polizei sieht sich durch die Umfrage in Ihrer Arbeit bestätigt. Die meisten Kontrollen mache man ohnehin bereits am Hauptbahnhof und in der Innenstadt. Die Umfrage soll für die künftige Polizeiarbeit nun genau ausgewertet werden.

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