Ein Triathlet sitzt auf einem Fahrrad (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Polizei ermittelt nach Triathlon Anwohner verantwortlich für Reißzwecken in Mainz?

Am Sonntag fand in Mainz der City-Triathlon statt. Die Sportveranstaltung endete mit Ermittlungen der Polizei. Auf der Radstrecke lagen Reißzwecken.

Mehrere Sportlerinnen und Sportler stellten am Sonntag fest, dass ihre Räder einen Platten hatten. Einige mussten während des Wettkampfes aufgeben, andere stellten erst später fest, dass die Luft aus den Reifen war. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand. Im Vorfeld der Veranstaltung hatten sich Anwohner über die Sperrung der L427 beschwert. Die Straße verbindet die Stadtteile Drais und Lerchenberg. Nun wird in spekuliert, ob der oder die Täter aus diesem Lager stammen.

Beschwerden von Anwohnern

Die Sperrung führte am Sonntagnachmittag offenbar zu Staus in den Stadtteilen. Autofahrer mussten weiträumige Umleitungen in Kauf nehmen. Einige Anwohner beschwerten sich unter anderem beim Ortsvorsteher des Stadtteils Drais, Norbert Solbach, darüber, dass sie eingeschlossen gewesen seien und aus Straßen teilweise gar nicht mehr raus gekommen seien - weder mit dem Auto, noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Polizei sucht Zeugen

Die Anwohner werfen dem Veranstalter und der Stadt Mainz vor, sie hätten sie über die Sperrungen nicht ausreichend informiert. Beide weisen diese Vorwürfe von sich. Wegen dieses Konfliktes wird nun spekuliert, ob wütende Anwohner die Reißzwecke auf der Radstrecke verteilt haben. Noch gibt es aber keine Anhaltspunkte, dass das auch tatsächlich so war.

Veranstalter will Betroffene entschädigen

Der Veranstalter des City-Triathlons in Mainz erwägt, Teilnehmer zu entschädigen. Nach Angaben des Vorsitzenden des Vereins TCEC Mainz, Steffen Reister, sollen sich alle Geschädigten beim Verein melden. Die Startgelder könne man nicht erstatten. Vielleicht sei aber ein Gutschein für einen neuen Fahrradschlauch drin. Außerdem will der Verein die Daten aller Teilnehmer mit platten Reifen sammeln und an die Polizei weitergeben.

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