Eine Trauertafel für die getötete Syndia steht im Dom.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Uwe Anspach/dpa)

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit Syndia aus Worms beigesetzt

Anfang März war die 22-jährige Syndia in ihrem Elternhaus in Worms getötet worden. Am Freitag wurde sie im Kreise ihrer Familie beigesetzt.

Die Polizei hatte im Vorfeld Medienvertreter gebeten, nicht von der Trauerfeier zu berichten. Das sei der Wunsch der Familie gewesen. Die Angehörigen hätten darum gebeten, unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf dem Friedhof Hochheimer Höhe Abschied nehmen zu können.

Die Polizei schätzt, dass knapp 100 Menschen an der Trauerfeier teilnahmen. Die Beamten waren vor Ort, weil befürchtet wurde, dass die Beisetzung zur Stimmungsmache gegen Ausländer, vor allem gegen Flüchtlinge, genutzt werden könne. Nach Angaben eines Polizeisprechers sei aber alles friedlich geblieben.

Syndia wurde erstochen

Die 22 Jahre alte Frau war in der Nacht auf den 6. März in ihrem Elternhaus in Worms erstochen worden. Der mutmaßliche Täter, ihr Ex-Freund, meldete sich danach bei der Polizei. Nach Angaben der Polizei hatte es zuvor einen Streit zwischen beiden gegeben.

Der mutmaßliche Täter war der Polizei wegen Körperverletzungen und Drogendelikten schon länger bekannt. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft.

Mann sollte abgeschoben werden

Ein 2017 in der Zuständigkeit des Regierungspräsidiums Karlsruhe gestellter Asylantrag des Mannes war abgelehnt worden, er erhielt aber eine Duldung. Nachdem die Ausländerbehörde entschieden hatte, ihn abzuschieben, war der Mann untergetaucht. Ein Haftbefehl lag wenige Tage vor der Tat vor, eine Fahndung lief.

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