Eine Trauertafel für die getötete Syndia steht im Dom.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Uwe Anspach/dpa)

Tatvorwurf Mord Anklage im Fall der getöteten Syndia aus Worms

Im März starb sie an mehr als zehn Messerstichen. Die 21-jährige Syndia aus Worms. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft gegen ihren Freund, den mutmaßlichen Mörder, Anklage erhoben.

Die Anklage ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft beim Landgericht in Mainz eingegangen. Wie eine Gerichtssprecherin mitteilte, lautet der Tatvorwurf Mord. Das Verfahren sei aber noch nicht terminiert worden.

Der Asylbewerber aus Tunesien soll Syndia in ihrem Elternhaus in Worms getötet haben. Im Streit, wie er selbst angab. Am Morgen nach der Tat, am Aschermittwoch dieses Jahres, stellte er sich der Polizei und sitzt seitdem wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.

Angeklagter sollte abgeschoben werden

Der Angeklagte ist nach Angaben der Behörden seit Oktober 2017 in Deutschland und hat zuletzt keinen festen Wohnsitz. Sein Asylantrag in Baden-Württemberg wurde abgelehnt, demnach hatte er keine Aufenthaltsgenehmigung mehr. Er war wenige Tage vor der Tat zur Fahndung ausgeschrieben worden, weil er abgeschoben werden sollte.

Die Tat hatte in Worms für großes Aufsehen gesorgt. An einem Trauermarsch durch die Stadt hatten mehr als 500 Menschen teilgenommen. Die Polizei ermittelte jedoch auch gegen Facebook-Nutzer, die im Zuge der Gewalttat Hasskommentare gegen Asylbewerber gepostet haben.

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