Der neue Chef des Mainzer Unterhauses (Foto: SWR)

Stephan Denzer mit großen Plänen Mainzer Unterhaus hat neuen Chef

Das Unterhaus in Mainz ist seit über 50 Jahren eine wichtige Adresse für Kabarett und Kleinkunst in Deutschland. Jetzt hat die Bühne einen neuen Chef, der große Pläne hat.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Noch stapeln sich in Stephan Denzers Büro die Umzugskartons. Die Wände sind kahl. Nach Kabarett und Unterhaltung sieht es hier nicht gerade aus. "Macht nichts", sagt der neue Geschäftsführer des Mainzer Unterhaus. Denn für ihn ist es wichtig, dass er in der Arbeit Spaß und Freude findet, im Kreativsein. Und das will der neue Chef so viel es nur geht.

Modernes Programm für junge Zielgruppen

Nicht nur etablierte Künstler buchen und klassisches Kabarettprogramm auf die Bühne bringen - Denzer will in Zukunft auch junges Publikum ansprechen.

Mein Vorbild wäre wirklich eine kleine Zelle von verrückten, engagierten, lustigen, jungen Menschen, die hier am Theater arbeiten und neue Ideen entwickeln für eine neue Generation. Ich bin jetzt 51, ich kann nicht entscheiden, was ein Mittzwanziger oder Mittdreißiger cool findet. Das müssen die machen. Ich kann sie nur anleiten und einen Raum bieten.

Stephan Denzer, neuer Geschäftsführer Unterhaus Mainz

Dass er junge Wilde anleiten kann, hat Denzer viele Jahre im ZDF bewiesen. Er hat die "heute-show" oder "Die Anstalt" ins Programm gehoben, damit freche Comedy und politisches Kabarett bei den Öffentlich-Rechtlichen wieder etabliert.

Ein Erfolg, auf dem sich der neue Unterhaus-Chef aber nicht ausruhen wollte. Wenn man oben auf dem Gipfel sei, setze man sich hin und genieße die Aussicht. Er gehöre aber zu den Menschen, die wieder runter gehen ins Tal, um einen neuen Gipfel zu erklimmen, so Denzer.

Unten ist er im wahrsten Sinne des Wortes momentan, das Unterhaus liegt ja im Keller. Von hier aus kann Denzer garantiert viele kreative Gipfel erklimmen. Am 5. September startet die neue Spielzeit.

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