Dichter Verkehr rollt aauf der Theodor-Heuss-Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden. (Foto: dpa Bildfunk, Fredrik von Erichsen)

Sperrung im Januar Sperrung der Theodor-Heuss-Brücke: Auswirkungen auf Mainz

Die Theodor-Heuss-Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden wird ab dem 12. Januar wegen Bauarbeiten für etwa vier Wochen voll gesperrt. Die Stadt Mainz hat weitere Einzelheiten bekannt gegeben.

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Ausgenommen von der Sperrung sind der ÖPNV, die Rettungsdienste, Radfahrer und Fußgänger. Nach Angaben der Stadt Mainz macht das mehr als ein Drittel der Nutzer aus. Die Überfahrt soll durch Schranken und Ampeln geregelt werden. Der Auto- und Lastwagenverkehr soll weiträumig umgeleitet werden, unter anderem über die Weisenauer Brücke (A60) und die Schiersteiner Brücke (A643).

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18:00 Uhr
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SWR Fernsehen RP

Mehr Busse und keine neuen Baustellen

Wie die Stadt weiter mitteilte, wird es während der Sperrung der Brücke keine zusätzlichen Baustellen auf den Autobahnen geben. Die Verkehrsgesellschaft Mainzer Mobilität will in diesem Zeitraum mehr Busse einsetzen. Bereits jetzt fahren pro Tag 748 Busse über die Brücke.

Die Stahlkonstruktion der Theodor-Heuss-Brücke stammt aus dem 19. Jahrhundert. (Foto: SWR, S. Grom)
Die Stahlkonstruktion der Theodor-Heuss-Brücke stammt aus dem 19. Jahrhundert. S. Grom

Lager werden ausgetauscht

Bei einer Routinekontrolle der Brücke waren Schäden bemerkt worden. Um Folgeschäden zu vermeiden, müssen sogenannte Traversenlager ausgetauscht werden. Dabei handelt es sich um die Verbindungsstücke zwischen der eigentlichen Brücke und den Pfeilern. Weil sich Stahl bei Kälte zusammenziehe und die Lager dann gut ausgetauscht werden könnten, müssten die Arbeiten im Winter erfolgen, teilte die Stadt mit.

Die Kosten für die Reparaturen liegen bei etwa 420.000 Euro. Die Stadt Wiesbaden übernimmt etwa 63 Prozent der Kosten und die Stadt Mainz etwa 37 Prozent. Das entspricht den Eigentumsanteilen an der Brücke.

CDU fordert weitere Brücke

Thomas Gerster, verkehrspolitischer Sprecher der Mainzer CDU, sprach sich am Freitag für eine zweite innerstädtische Brücke aus. Bauarbeiten gebe es immer mal wieder und die müssten auch erledigt werden, sagte er. Mainz sei in Sachen Brücken jedoch unterversorgt. Gerster forderte zudem von der Stadt Mainz, während der Sperrung ausreichend Park and Ride-Parkplätze für Pendler zur Verfügung stellen.

Ausnahmen für Fastnachter?

Diskutiert wird noch, ob Mitglieder der Fastnachtsvereine Ausnahmegenehmigungen erhalten. Hintergrund: Die Redner, Sänger und Tänzer treten auf beiden Seiten des Rheins bei Sitzungen auf. Die Zeitpläne sind eng getaktet. Ein Umweg von etwa einer halben Stunde könnte da einiges durcheinander bringen. Überlegt wird, ob die Vereine jeweils eine Ausnahmegenehmigung für einen Privatwagen erhalten.

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