Ein PKW ist mit einem besonderen Gestell am Heck eines Wohnmobils festgemacht. Beide Fahrzeuge stehen auf einem Autobahnparkplatz. (Foto: Polizei Verkehrsdirektion)

In Deutschland nicht erlaubt Wohnmobil-Auto-Gespanne nur selten unterwegs

Die Autobahnpolizei hat am vergangenen Dienstag auf der A61 bei Gau-Bickelheim ein Gespann aus Wohnmobil und Auto gestoppt. Ein Engländer war damit Richtung Süden unterwegs - für die Polizei ein inzwischen seltener Anblick.

In früheren Jahren gab es solche ungewöhnlichen Gespanne häufiger, so Jörg Wegener, Leiter der zentralen Verkehrsdienste der Polizei in Wörrstadt. "In den Niederlanden sind solche Gespanne erlaubt", so Wegener weiter. Deshalb waren sie auch häufiger auf der A61 unterwegs - für die Niederländer die wichtigste Urlaubsstrecke Richtung Süden. Inzwischen aber scheint sich bei unseren Nachbarn herumgesprochen zu haben, dass so etwas in Deutschland nicht erlaubt ist.

Trotz Genehmigungsurkunde nicht erlaubt

Der Mann aus Bristol in Großbritannien war sich keiner Schuld bewusst und zeigte den Beamten sogar eine europäische Genehmigungsurkunde. Für ihn war es die beste Lösung, seinen Kleinwagen mit in den Wohnmobil-Urlaub zu nehmen. Er hatte deshalb die Deichsel eines Anhängers an sein Auto geschraubt und es so an die Anhängerkupplung seines Wohnmobils gehängt.

Teurer Rücktransport

In Deutschland ist das nicht erlaubt, weil der Pkw nicht gebremst werden kann und die Bremsanlage des Wohnmobils, besonders auf Gefällstrecken, überlastet werden könnte, so die Polizei. Für den 63-jährigen Engländer wurde die ganze Sache sehr teuer. Dabei war das Bußgeld wegen eines unzulässigen Schleppvorgangs das kleinere Problem. Deutlich teurer, knapp 1.000 Euro, war nämlich der Rücktransport des Autos durch ein Abschleppunternehmen bis in die Niederlande.

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