Terence Hill im Film "Trinity ist still my name" aus dem Jahr 1972 (Foto: picture-alliance / dpa)

Rückzieher des Oberbürgermeisters Keine Terence-Hill-Brücke in Worms

Die Umbenennung einer Wormser Brücke nach dem Schauspieler Terence Hill ist vom Tisch. Dies hat Oberbürgermeister Michael Kissel (SPD) während einer Stadtratsitzung mitgeteilt.

Von seinem Vorhaben, die bisherige Karl-Kübel-Brücke nach Hill zu benennen, müsse er zurücktreten, so Kissel. Er wolle nicht die Verdienste des im Jahr 2006 verstorbenen Kübel schmälern. Der Möbelfabrikant hatte sich in vielfältiger Weise für Kinder, Jugendliche und Familien eingesetzt. Geplant war, eine Rad- und Fußgängerbrücke zwischen Innenstadt und Festplatz umzubennen.

Scherz verselbständigte sich

Der Wormser Schauspieler und Musiker Peter Englert hatte sich 2016, als die Brücke eingeweiht wurde, einen Scherz erlaubt. Er fragte: "Wer ist eigentlich Karl Kübel?" und verbreitete im Internet ein Video, in dem er die Brücke auf den Namen "Terence Hill" taufte - eine Stunde bevor Kissel die offizielle Taufe vornahm.

Dies sprach sich schnell rum und seitdem hieß die Brücke bei vielen Wormsern Terence Hill-Brücke. Als ein kleines Schild, das Englert dort illegal angebracht hatte, von der Straßenmeisterei entfernt wurde, gab es sogar Proteste.

Filmvorstellung "Sein Name ist Somebody"

Hill wird im Rahmen des Backfischfestes Ende August seinen neuen Film "Sein Name ist Somebody" in Worms vorstellen. Hierfür wird die Stadt ein Open-Air-Kino auf dem Trainingsplatz des Wormatia-Stadions aufbauen lassen.

Terence Hill war Gieselher

Es ist nicht das erste Mal, dass sich der 79-jährige Schauspieler in Worms aufhält: Er spielte in den 1960er Jahren in dem Film "Die Nibelungen: Siegfrieds und Kriemhilds Rache" mit. Damals war Hill noch unter seinem richtigen Namen Mario Girotti in der Rolle des Gieselher zu sehen. Die Premiere des Films war damals in Worms.

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