Der SPD-Politiker Marcus Held (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Regressforderung von Wohnungsgesellschaft Oppenheims Ex-Bürgermeister Held droht Millionen-Klage

Oppenheims Ex-Bürgermeister Marcus Held drohen Schadenersatzforderungen in Millionenhöhe. Hintergrund sind Aktivitäten in seiner Zeit als Vorstandschef einer Wohnungsgesellschaft.

Held, der weiterhin als Abgeordneter für die SPD im Bundestag sitzt, fungierte bis zu seinem Rücktritt als Oppenheimer Bürgermeister auch als Vorstandschef der Gesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau (GWG). Deren Chef sagte dem SWR-Politikmagazin "Zur Sache Rheinland-Pfalz", man habe bereits Anfang des Jahres eine Anwaltskanzlei eingeschaltet. Man sei fest entschlossen, Held in Regress zu nehmen.

Die GWG beruft sich dabei auch auf ein Gutachten der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft. Die Prüfer hatten darin in Zweifel gezogen, ob sich Held und Teile des Aufsichtsrats an das Gesetz und die Unternehmenssatzung gehalten hätten.

Verträge zu Bauprojekt bescheren GWG sattes Minus

Hintergrund seien unter anderem Verträge rund um das Bauprojekt "Gradinger" in Oppenheim. Der GWG drohe ein Minus von mehreren Millionen Euro - so viel, dass die Prüfer in dem Gutachten von Dezember 2018 von einer "Bestandsgefährdung" für das Unternehmen sprechen.

Den Bericht des Verbands der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft hatte die GWG in Auftrag gegeben. Er ist bisher nicht veröffentlicht. Marcus Held war bis zu seinem Rücktritt als Bürgermeister auch Vorstandschef der GWG.

STAND