Ein Kind hält schützend die Hand vor sich (Foto: Colourbox, (Symbolbild))

Jahrelang an Stief-Enkelin vergangen? Teilgeständnis im Missbrauchsprozess

Im Missbrauchsprozess vor dem Mainzer Landgericht hat der 55-jährige Angeklagte gestanden, Sex mit der Enkeltochter seiner Lebensgefährtin gehabt zu haben. Er behauptet, der Kontakt sei einvernehmlich gewesen.

Laut Staatsanwaltschaft war das Opfer zu Beginn der Taten neun Jahre alt. Jahrelang soll sich der Angeklagte an dem Mädchen vergangen haben, in insgesamt zwölf Fällen soll er das Kind schwer missbraucht haben. Die sexuellen Übergriffe sollen im Haus der Großmutter in einer kleinen Gemeinde im Kreis Alzey-Worms geschehen sein.

Täglich Kontakt

Zum Prozessauftakt am Mittwoch räumte der Mann ein, dass es sexuelle Handlungen gegeben habe. Man habe quasi Haus an Haus gelebt, das Mädchen sei täglich bei seiner Oma und ihm ein- und ausgegangen. Die Zahl der vorgeworfenen Fälle und die Zeiten würden allerdings nicht stimmen, so der Angeklagte, außerdem sei der sexuelle Kontakt einvernehmlich gewesen. Auch Videos und Fotos vom Oralverkehr habe sich das Mädchen gefallen lassen, so die Aussage des 55-Jährigen.

Mädchen offenbarte sich Verwandten

Der mutmaßliche Missbrauch kam ans Licht, nachdem sich das Mädchen Verwandten anvertraut hatte. Diese hatten dann Anzeige bei der Polizei erstattet. Da der Angeklagte nicht gestanden hat, muss das Opfer am nächsten Verhandlungstag aussagen.

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