Ein Flugzeug fliegt über ein Wohngebiet (Foto: picture-alliance / dpa)

Protestaktion und Anhörung vor dem Reichstag Fluglärm-Gegner stellen Forderungen in Berlin

Dröhnende Turbinen am Himmel sind für die Menschen im Rhein-Main-Gebiet seit vielen Jahren ein Problem. Fluglärm-Gegner aus der Region trafen sich deshalb am Mittwoch mit Bundestagsabgeordneten, um mehr Lärmschutz einzufordern.

Am Mittwoch versammelten sich 30 Kommunalpolitiker und Vertreter von Bürgerinitiativen aus ganz Deutschland vor dem Berliner Reichstag. Neben Vertretern mehrerer hessischer Kommunen war auch der Kreis Mainz-Bingen vertreten.

Sie alle waren zu einer Anhörung vor dem Parlamentskreis Fluglärm eingeladen, dem unter anderem die rheinland-pfälzischen Bundestagsabgeordneten Ursula Groden-Kranich (CDU) und Tabea Rößner (Grüne) vorsitzen.

Dauer

Protest vor dem Reichstag

Die Fluglärm-Gegner wollten Ballon-Flugzeuge aufblasen und Flugzeuggeräusche erklingen lassen, Papp-Paragraphen aufstellen und Ortschilder von betroffenen Kommunen hochhalten.

Zur Novellierung des Fluglärmschutzgesetzes übergaben sie ein Forderungs-Paket an die Vorsitzenden des Parlamentskreises. Darin geht es unter anderem darum, Flugzeuge leiser zu machen und Grenzwerte in Schutzzonen zu senken. Anwohner, die in diesen Zonen leben, werden für den Fluglärm zum Beispiel mit Schallschutzfenstern oder Dachisolierungen entschädigt. Die Entschädigungen sollen nach dem Willen der Fluglärm-Gegner künftig größer ausfallen.

Darüber hinaus beklagen Betroffene immer wieder Verstöße gegen das Nachtflugverbot. Laut hessischem Verkehrsministerium gab es am Frankfurter Flughafen allein im Juni 203 Fälle.

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