Bürgermeister der Stadt Bingen Thomas Feser (CDU)  (Foto: Stadt Bingen)

CDU-Politiker gewinnt Stichwahl Thomas Feser bleibt Binger Oberbürgermeister

Bingen hat einen neuen und alten Oberbürgermeister. In der Stichwahl lieferten sich SPD-Mann Michael Hüttner und Thomas Feser (CDU) ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende siegte der CDU-Politiker.

Nach dem vorläufigen Endergebnis erhielt Thomas Feser 51,4 Prozent der Stimmen. Michael Hüttner bekam 48,6 Prozent. Die Wahlbeteiligung in Bingen lag bei 46,75 Prozent.

OB Feser seit sieben Jahren im Amt

Feser ist seit 2012 Oberbürgermeister in Bingen. Im ersten Wahldurchgang konnte keiner der drei Kandidaten die absolute Mehrheit der Stimmen gewinnen. Feser war auf 46,9 Prozent der Stimmen gekommen, SPD-Mann Hüttner auf 34,4 Prozent, Jens Voll (Grüne) erreichte 18,7 Prozent und war damit ausgeschieden (Wahlbeteiligung: 50,7 Prozent). Die Grünen hatten für die Stichwahl eine Empfehlung für Hüttner abgegeben.

Oberbürgermeister Feser verwies im Wahlkampf auf die aus seiner Sicht erfolgreiche erste Amtsperiode. In den acht Jahren habe er unter anderem den Schuldenberg der Stadt Bingen deutlich gesenkt.

Glückwünsche von Julia Klöckner

Am Abend gratulierte die CDU-Landesvorsitzende Julia Klöckner dem neuen und alten Oberbürgermeister von Bingen. "Die gute Arbeit von Thomas Feser hat die Wähler überzeugt", so Klöckner. "Ich habe Thomas Feser selbst im Wahlkampf vor Ort unterstützt und erlebt, wie er mit seinen Visionen die Stadt Bingen weiterentwickelt."

Brief sorgte für Zündstoff im Wahlkampf

Vor der Stichwahl hatte ein Brief nochmal für Zündstoff im Wahlkampf gesorgt. Gerhard Pluschke, zu diesem Zeitpunkt noch Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes in Bingen-Sponsheim, hatte einen Brief an seine örtlichen Parteikollegen verschickt. Darin schrieb er, dass der SPD-Oberbürgermeisterkandidat Michael Hüttner im ersten Wahlgang in Bingen-Sponsheim von "allen russischen Einwohnern" gewählt worden sei, weil er "eine deutsch-russische Freundin" habe.

Dieser Brief sorgt in der Binger Politik für mächtig Unruhe (Foto: Anonym)
Dieses Schreiben des CDU - Ortsverbandsvorsitzenden Gerhard Pluschke löste eine Welle der Kritik aus Anonym

Das Schreiben war öffentlich geworden und sorgte für große Empörung. Pluschke legte daraufhin mit sofortiger Wirkung sein Amt nieder. Die Binger CDU und Oberbürgermeister Thomas Feser entschuldigten sich bei Michael Hüttner, der sich wörtlich "tief betroffen" zeigte.

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