Ein Einkaufsnetz mit verrosteten Flak-Patronen  (Foto: SWR)

Niedrigwasser im Rhein bei Mainz 66 Granaten gefunden

Das Niedrigwasser im Rhein fördert in Mainz gerade einiges zu Tage, was sonst verborgen bleibt. Taucher des Kampfmittelräumdienstes haben jetzt wieder einen großen Fund gemacht.

Mitte Juli hatte ein Bootsfahrer drei verrostete Patronen aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden - am Rheinufer auf Höhe des Winterhafens in Mainz. Der Kampfmittelräumdienst hatte daraufhin dort noch 14 weitere entdeckt. Deswegen haben Taucher die Stelle jetzt nochmal untersucht. Die Bedingungen dafür sind wegen des Niedrigwassers sehr gut. Und die Aussicht alte Munition zu finden auch.

Alte Flakstelle im Rhein

Denn die Eisenbahnbrücke in der Nähe des Mainzer Winterhafens wurde im Zweiten Weltkrieg mit einer Flakstelle verteidigt. Weil der Rhein so stark verschmutzt ist, suchen die Taucher das Wasser lediglich mit ihren Augen ab - und werden fündig. Nach und nach holt der Kampfmittelräumdienst braune, verrostete, circa dreißig Zentimeter lange Gegenstände aus dem Wasser. Es sind tatsächlich Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg.

Munition noch scharf

"Die Zünder sind noch drauf, der Sprengstoff noch drin, wenn man damit behutsam umgeht, kann man sie auch ans Land bringen", so Tobias Fuchler, Taucher des Kampfmittelräumdienstes. Eine große Gefahr gehe von den Granaten bei sicherem Umgang nicht aus.

Ingesamt 66 Flakpatronen finden die Männer am Dienstag. Am Mittwoch fördern sie elf weitere zu Tage. Diese werden fest in Sand verpackt abtransportiert und in das Lager des Kampfmittelräumdienstes gebracht. Sicher ist, dass die Taucher wiederkommen werden, denn im Rhein am Mainzer Winterhafen lagert bestimmt noch das ein oder andere Relikt aus dem Weltkrieg.

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