König Willem-Alexander, der Trierer Bischof Stephan Ackermann und Königin Máxima winken Schaulustigen auf dem Domfreihof zu. (Foto: picture-alliance / dpa)

Abschluss des Royalen Besuchs in Rheinland-Pfalz Kleine Geschichtsstunde für das Königspaar in Trier

Die Porta Nigra, der Dom und die Karl-Marx-Ausstellung: Das niederländische Königspaar hat am zweiten Tag seines Rheinland-Pfalz-Aufenthalts Trier besucht. Auch hier wurden sie von hunderten Fans empfangen.

Lautstark jubelten sie Willem-Alexander und Máxima zu, als diese an der Porta Nigra eintrafen. Begleitet wurden die beiden auch heute von Ministerpräsidentin Malu Dreyer und ihrem Mann Klaus Jensen. Nach der Besichtigung der Porta Nigra stand ein kurzer Besuch im Trierer Dom an. Auch hier warteten mehr als 200 Fans auf den königlichen Besuch. Bischof Stephan Ackermann führte das Königspaar in den Dom und erklärte, welche Bedeutung das Bauwerk hat. Er sagte, es sei das erste Mal, dass er königlichen Besuch im Dom empfange.

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Das Paar zeigte sich interessiert an der Geschichte des Doms und fragte nach. Danach fuhren König Willem-Alexander und Máxima weiter zum Rheinischen Landesmuseum, um dort kurz die Karl-Marx-Ausstellung zu besuchen und sich ins Goldene Buch der Stadt Trier einzutragen. Für das Königspaar ging es dann weiter ins Saarland, wo der dreitätige Besuch in Deutschland am Freitag endet.

Ministerpräsidentin Dreyer zeigte sich zufrieden mit dem Besuch des niederländischen Königspaars. "Wir haben sehr viel Inhaltliches miteinander teilen können und wir haben auch insgesamt unser Land von der schönsten Seite her zeigen können", sagte sie nach der letzten Station des Besuchs in Trier.

Königin Máxima geht in Trier auf Tuchfühlung mit den Fans (Foto: picture-alliance / dpa)
Königin Máxima geht in Trier auf Tuchfühlung mit den Fans

Erster Tag bei schönstem Sommerwetter

Am ersten Tag des Besuchs hatte das Königspaar bei einer Schifffahrt von Oberwesel nach Boppard mit Unternehmern über Herausforderungen der Binnenschifffahrt gesprochen. Zu den Themen gehörten technische Neuerungen in der Branche und Folgen des Klimawandels. Nötig sei die Umrüstung der Binnenschiffe auf sauberere Motoren und Kraftstoffe, sagte der König. Willem-Alexander zeigte sich vom Mittelrheintal beeindruckt. "Wir sind den Rhein entlang gefahren und es war einfach super schön."

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Im Anschluss ging es weiter nach Bernkastel-Kues, wo Willem-Alexander und Máxima einen Weinberg besuchten. Dabei ging es um den Weinbau an der Mosel, aber auch um Klimawandel und Digitalisierung.

Herzlicher Empfang in Mainz

Begonnen hatte der Besuch am Mittwochmittag mit einem Empfang bei der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und ihrem Ehemann Klaus Jensen in Mainz. Nach "Máxima"-Rufen und Jubel der rund 250 Zuschauer gingen Gastgeber und Gäste zu den Menschen und schüttelten Hände. Für Königin Máxima gab es ein besonderes Erlebnis: Sie traf auf eine 12-jährige Namensvetterin aus Rüdesheim (Nahe). Für das Mädchen gab es eine Umarmung - und ein Selfie.

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Regierungschefin Dreyer stellte den Besuchern anschließend ihr Kabinett vor. Willem-Alexander und Máxima trugen sich ins Gästebuch der Landesregierung ein. Im SWR-Interview betonte die Ministerpräsident, dass es beim Besuch des Königspaares nicht nur darum gehe, das schöne Rheinland-Pfalz zu präsentieren. Es handele sich um einen Arbeitsbesuch. "Die Niederlande sind ein Land, mit dem wir einen sehr hohen Austausch haben - sowohl was den Export als auch den Import betrifft", so Dreyer.

Wirtschaftsdelegation im Anhang

Das Königspaar wurde von der niederländischen Außenhandelsministerin Sigrid Kaag und einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Máxima und Willem-Alexander besuchen jedes Jahr ein oder mehrere Bundesländer, wobei besonders die wirtschaftlichen Beziehungen im Fokus stehen.

Rheinland-Pfalz war einschließlich eines Staatsbesuchs in Berlin das achte Bundesland, das Willem-Alexander seit seiner Thronbesteigung im Jahr 2013 besucht haben. Im vergangenen Jahr, zur 500-Jahr-Feier der Reformation, hatte das Königspaar Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt besucht.

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