Die Splitterbombe lag auf einem Feld in Wiesbaden-Bierstadt (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Splitterbombe in Wiesbaden Sprengsatz entschärft

In Wiesbaden-Bierstadt ist am Donnerstagabend eine Splitterbombe aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich gemacht worden. Knapp 3.000 Anwohner hatten ihre Häuser verlassen müssen.

Die Entschärfung der 250-Kilo-Bombe war bereits um 18.30 Uhr erledigt. Die Sprengstoff-Experten konnten früher an die Arbeit gehen als geplant, weil die Evakuierung vorzeitig abgeschlossen war.

Für die Entschärfung war ein Bereich von 700 Metern rund um den Fundort geräumt worden. Mehr als 2.800 Anwohner hatten bis 13 Uhr ihre Wohnungen und Häuser verlassen müssen. Auch die Bundesstraße 455, die an der Fundstelle vorbeiführt, wurde zeitweise gesperrt. Inzwischen ist die Sperre aufgehoben. Auch alle betroffenen Anwohner können zurückkehren.

Das zu evakuierende Gebiet (Foto: Pressestelle, Stadt Wiesbaden)
Nicht nur das komplette Wohngebiet Wolfsfeld musste evakuiert werden. Pressestelle Stadt Wiesbaden

Auch zwei Heime und ein Polizeirevier geräumt

Auch zwei Altenheime und eine Pflegeeinrichtung, unter anderem mit 39 Wachkoma-Patienten, mussten nach Angaben der Stadt geräumt werden. Betroffen waren mehr als 240 Bewohnerinnen und Bewohner. Außerdem musste die Polizei ihrer Revier am Dresdner Ring in Bierstadt zeitweise verlassen.

Der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg war am Mittwochabend bei Bodenuntersuchungen gefunden worden. In dem Bereich soll ein Neubaugebiet entstehen.

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