Erste Bilanz der Polizei Mit E-Scooter auf Autobahn bei Mainz unterwegs

Seit etwa einer Woche können in Mainz Elektro-Tretroller, sogenannte E-Scooter, ausgeliehen werden. Die Polizei zieht eine erste Bilanz. Spektakulärster Fall: Ein Fahrer verirrte sich auf die A643.

Nach Angaben der Polizei war der Fahrer abends auf der A643 bei Mainz unterwegs. Ein Lastwagenfahrer habe den Scooter-Fahrer glücklicherweise nach hinten abgesichert und telefonisch um Hilfe gebeten, heißt es von Seiten der Polizei. Die Beamten konnten den Mann sicher von der Autobahn bringen. Die Polizei weist darauf hin, dass nur Fahrzeuge, die mindestens 60 km/h fahren können, auf Autobahnen zugelassen sind. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit von E-Scootern liegt bei 20 km/h.

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Zu zweit fahren kostet

Zu Verkehrsunfällen sei es seit Inbetriebnahme des Verleihsystems in Mainz nicht gekommen, so die Polizei. Zahlreiche Roller-Fahrer seien allerdings in Teilen der Stadt unterwegs gewesen, in denen das Fahren verboten ist. Dazu zählen zum Beispiel Fußgängerzonen und das komplette Rheinufer. Wer erwischt wird, muss mit einer Strafe von bis zu 20 Euro rechnen. Es ist auch verboten, zu zweit auf den E-Scootern unterwegs zu sein. Das kostet zehn Euro.

Gemeine Parkplätze

Das größte Problem ist aus Sicht der Polizei allerdings das Abstellen der Roller. Es habe schon Fälle gegeben, da seien die E-Scooter auf der Straße abgestellt worden und hätten den Durchgangsverkehr behindert. Die Fahrzeuge würden auch gerne mal mitten auf dem Gehweg geparkt. Das könnte vor allem für seh- oder gehbehinderte Menschen gefährlich sein.

Bürger, die der Polizei Hinweise in Sachen E-Scooter geben möchten, können das unter anderem über die sogenannte Onlinewache tun.

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