Verdorrte Halme am Rhein mit Blick auf die Stadt Mainz (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Andreas Arnold/dpa)

Beschluss im Stadtrat Mainz ruft den Klimanotstand aus

Der Mainzer Stadtrat hat den Klimanotstand ausgerufen. In seiner Sitzung haben die Stadtparlamentarier mit großer Mehrheit einem entsprechenden Antrag zugestimmt.

Gegenstimmen gab es lediglich von der AfD. Der Klimanotstand bedeutet, dass der Stadtrat künftig bei allen Entscheidungen die Auswirkungen auf das Klima berücksichtigen wird.

Vor der Abstimmung am Mittwoch haben zahlreiche Experten Vorträge zum Klimawandel gehalten und dargestellt, wie die Stadt diesem begegnen kann - beispielsweise durch das Pflanzen von Bäumen oder die Erhaltung von Frischluftschneisen in der Stadt. Als erste Städte in Rheinland-Pfalz hatten Landau und Speyer einen Klimanotstand ausgerufen. Dem Beispiel folgte auch schon Trier.

Ein Vertreter der Wirtschaft hatte die Ratsmitglieder davor gewarnt, dass ein Klimanotstand die Wettbewerbsfähigkeit der Stadt gefährden könne. Man dürfe Klima- und Umweltschutz nicht über alles andere stellen. Teile des anwesenden Publikums - vor allem Vertreter der "Fridays for Future"-Bewegung - quittierten diese Aussagen mit Buh-Rufen.

Dauer

Umfassende Information im Stadtrat

Es war der Wunsch des Rats gewesen, sich vor einer endgültigen Entscheidung in Sachen Klimanotstand noch einmal gründlich zu informieren. Deshalb äußerten sich unter anderem Verteter der Johannes Gutenberg-Universität, der IHK Rheinhessen und des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie zu dem Thema.

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