Ein Mainzer Bus wird von einem Techniker in einer Werkstatt umgerüstet. (Foto: SWR, R. Amri)

Drohendes Dieselfahrverbot Mainz lässt Busse umrüsten

In Mainz gibt es knapp 100 zum Teil ältere Diesel-Busse. Diese sollen nun alle mit Filtern ausgestattet werden, damit die Luft in der Stadt besser wird. Am Donnerstag wurde gezeigt, was genau gemacht wird.

Die Seitenklappe an einem Mainzer Linienbus ist geöffnet. Das Innenleben des Busses liegt frei. Zwei große silberne Rohre glänzen auffällig. Sie sind eindeutig neu. Ein Mechaniker arbeitet daran. Frank Knussmann ist der Projektleiter der Busumrüstung bei den Mainzer Verkehrsbetrieben. Er erklärt, dass das obere Teil der Dieselpartikelfilter sei und der untere ein Katalysator - zuständig für die Stickoxide.

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16:00 Uhr
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SWR Fernsehen RP

Nach Angaben der Verkehrsbetriebe sollen zwei Mechaniker zwei Busse pro Tag schaffen. Sie sind nur zu zweit und kommen von einer Spezial-Firma aus Finnland. Die Umrüstung ist Teil des Konzepts, mit dem die Stadt Mainz nach eigenen Angaben versuchen will, ein Diesel-Fahrverbot in der Innenstadt zu verhindern. An die zehn Busse seien bereits mit den neuen Schadstofffiltern ausgestattet worden, sagte ein Sprecher der Verkehrsgesellschaft. Mit den neuen Filtern soll der Schadstoffausstoß nach Angaben der Mainzer Mobilität um 90 Prozent gesenkt werden.

Enger Zeitplan

Bis Ende des Jahres sollen alle 97 Busse umgerüstet sein. Das hatte die Stadt Mainz in der Gerichtsverhandlung zugesagt, in der es um ein mögliches Diesel-Fahrverbot ging. Die 97 Busse erfüllen nur die Euro 4- oder Euro-5-Abgasnorm.

Millionenschweres Projekt

Die Kosten für die Umrüstung belaufen sich auf etwa 1,7 Millionen Euro, davon zahlt die Mainzer Verkehrsgesellschaft rund eine Million Euro, 700.000 Euro werden durch einen Bundeszuschuss finanziert. Außerdem sollen mehr als 20 neue Busse angeschafft werden. Bezahlt werden die Fahrzeuge mit Hilfe von Landezuschüssen. In Mainz droht ein Diesel-Fahrverbot, weil die Werte für Stickstoffdioxid zu hoch sind.

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