Spezialeinsatzkommando der Frankfurter Polizei (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Boris Roessler/dpa)

Festnahmen in Mainz, Wiesbaden und Offenbach Anti-Terror-Razzia in Rheinland-Pfalz und Hessen

Bei einer Anti-Terror-Razzia im Rhein-Main-Gebiet sind mindestens elf Menschen festgenommen worden, mindestens einer davon aus Mainz. Die Aktion richtete sich offenbar gegen Islamisten.

"Die Ermittlungen richten sich aktuell gegen 10 Beschuldigte aus Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden und Mainz im Alter zwischen 20 und 42 Jahren", teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Freitag mit. Bei den Hauptbeschuldigten handele es sich um einen 21-Jährigen aus Offenbach und zwei 31-jährige Brüder aus Wiesbaden, "die jeweils der salafistischen Szene des Rhein-Main-Gebietes angehören sollen".

"Islamistisch-terroristisch motivierter Anschlag"

Ihnen würden Terrorismusfinanzierung und das Verabreden zu einem Verbrechen zur Last gelegt, so die Staatsanwaltschaft. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen die Verdächtigen "einen islamistisch-terroristisch motivierten Anschlag unter Einsatz eines Fahrzeugs und Schusswaffen" geplant haben, um "dabei so viele 'Ungläubige' wie möglich zu töten".

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Laut Staatsanwaltschaft begannen die Anti-Terror-Einsätze unter Federführung des hessischen Landeskriminalamts um 6 Uhr morgens. Insgesamt seien elf Menschen festgenommen worden, ermittelt werde gegen zehn Verdächtige.

Die Festgenommenen sollten noch am Freitag dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Frankfurt am Main vorgeführt werden, der über den Erlass eines Haftbefehls und die Anordnung von Untersuchungshaft entscheiden sollte.

An den Durchsuchungen und Festnahmen in Hessen und Rheinland-Pfalz waren rund 200 Polizisten beteiligt, darunter auch Spezialkräfte.

STAND