Kostenlose medizinische Versorgung Mainzer Modell - 25 Jahre Einsatz für Wohnungslose

Das Leben auf der Straße ist hart. Seit 25 Jahren kümmern sich der Mainzer Arzt Gehard Trabert und seine Helfer um wohnungslose Menschen in Mainz und Umgebung. Diese Hilfe wird nun gefeiert.

Der Arzt Gerhard Trabert versorgt die Hand einer obdachlosen Patientin in seinem Arztmobil in Mainz. (Foto: picture alliance/dpa)
Der Arzt Gerhard Trabert versorgt die Hand einer obdachlosen Patientin in seinem Arztmobil in Mainz. picture alliance/dpa

Mit einem Fest im Erbacher Hof in Mainz feiert der Verein "Armut und Gesundheit in Deutschland e.V. " das sogenannte Mainzer Modell - die spezielle medizinische Versorgung obdachloser Menschen.

Die Idee dazu brachte der Mainzer Arzt Dr. Gerhard Trabert 1994 von einem Einsatz in Indien mit. Seither bietet das "Mainzer Modell" Obdachlosen Hilfe vor Ort. Mit einer rollenden Ambulanz sind Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte in der Stadt und Umgebung unterwegs und leisten medizinische Hilfe. Außerdem verteilen sie auch Winterausrüstung wie Schlafsäcke und Decken an Wohnungslose.

"Kommt der Patient nicht zum Arzt, muss der Arzt zum Patienten gehen."

Gerhard Trabert

2013 richtete der Verein auf der Mainzer Zitadelle zudem eine Ambulanz mit festen Sprechzeiten ein. Diese richtet sich laut Verein an Menschen in prekären Lebenslagen. Laut Trabert brauchen auch immer mehr nicht wohnungslose, arme Menschen medizinische Beratung und Hilfe. Zu den Patienten zählen unter anderem Flüchtlinge Menschen ohne Papiere oder ehemals privat Versicherte, die sich die Beiträge nicht mehr leisten können.

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