In Rheinland-Pfalz schließen mehr Bäckereien, als neue eröffnet werden (Symbolbild) (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Lebensmittelhandwerk in Rheinland-Pfalz Immer weniger Bäcker und Fleischer im Land

Viele Bäcker und Fleischer in Rheinland-Pfalz geben auf: Die Zahl der Handwerksbetriebe ist in den vergangenen zehn Jahren um rund 33 Prozent gesunken.

Diese Zahlen hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) veröffentlicht. "Seit einigen Jahren schließen im Bäcker- und Fleischerhandwerk jedes Jahr mehr Betriebe als neue eröffnet werden", sagte Herbert Dohrmann, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Fachverbände des Lebensmittelhandwerks.

Waren 2008 in Rheinland-Pfalz noch rund 1.181 Fleischereibetriebe in der Handwerksrolle eingetragen, verringerte sich ihre Zahl bis Ende 2018 auf 796. Noch stärker war der Rückgang bei den Bäckereien: Im Jahr 2008 gab es landesweit 1.043, zehn Jahre später nur noch 656 Betriebe.

Allerdings ist die Zahl der Beschäftigten in beiden Bereichen nur um zehn Prozent zurückgegangen. Die Umsätze sind sogar deutlich gestiegen. Das zeigen Statistiken des Bundes. Immer mehr Bäcker und Metzger unterhalten mehrere Filialen.

Betriebe finden kaum geeignetes Personal

Nicht nur Bürokratie und Konkurrenz von Discountern und Supermärkten belasten die beiden großen Zweige des Lebensmittelhandwerks. Vor allem der Fachkräftemangel und das gesunkene Interesse von Schulabgängern an einer Lehre bereiten den Betrieben Sorge.

"Das Problem ist der Mangel an qualifiziertem Personal und an Nachwuchskräften, aus denen eine neue Generation von Inhabern entstehen müsste", sagte Dohrmann.

Bundesweit schlossen von 15.337 Bäckereien im Jahr 2008 innerhalb von zehn Jahren mehr als 4.400 Betriebe. Die Zahl der Fleischereien sank im selben Zeitraum von 18.320 auf 12.897.

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