Schriftzug "Salafismus" im Verfassungsschutzbericht (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Kritik an islamisch-afghanischem Kulturverein Salafismus-Vorwürfe - Mainzer Vorstandsmitglied tritt zurück

Der islamisch-afghanische Kulturverein in Mainz hat nach Berichten über eine Nähe zum Salafismus Konsequenzen gezogen. Nach SWR-Informationen ist ein Mitglied des Vereinsvorstands zurückgetreten.

Der Mann hatte demnach auf seiner privaten Facebook-Seite Videos von Hasspredigern gepostet. Zudem hatte der Verein Ende Juli einen Prediger eingeladen, der dem salafistischen Spektrum zugerechnet wird. Der Verein war deshalb öffentlich in die Kritik geraten.

Hinterhofmoschee in Mainz: Nach Vorwürfen der Salafismus-Nähe ist ein Vorstandsmitglied des islamisch-afghanischen Kulturverein zurückgetreten (Foto: SWR)
In einem Hinterhof in Mainz treffen sich die Mitglieder des islamisch-afghanischen Kulturvereins

Verein weist Kritik an Koranunterricht zurück

Der Vereinsvorsitzende räumte in einer Stellungnahme an den SWR ein, man habe die Haltung des Predigers vor der Einladung in die Moschee nicht überprüft. Außerdem hätten die von dem Vorstandsmitglied geposteten Videos dem Ruf des Vereins geschadet. Deshalb sei nun der Rücktritt erfolgt.

Zudem werteten Experten den Koranunterricht für Kinder, den der Verein anbiete, als indoktrinierend. Diesen Vorwurf wies der Vereinsvorsitzende zurück.

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