Eine tote Kalerlake in einer Klebefalle (Foto: SWR)

Kammerjäger weiter im Einsatz Kein Ende der Kakerlaken-Plage in Bechtolsheim

Den Kakerlaken scheint es im rheinhessische Bechtolsheim (Kreis Alzey-Worms) richtig gut zu gefallen. Trotz intensiver Bekämpfung sind die Schädlinge immer noch da.

Kammerjäger Wolfgang Brückner legt heute Fallen in der Kanalisation von Bechtolsheim aus. Immer wieder seien nämlich auch in Bechtolsheimer Badezimmern Kakerlaken aufgetaucht. Deswegen vermutet der Experte, dass die Tiere auch in den Abwasserkanälen unterwegs sind. In einer Woche wird Brückner die Fallen kontrollieren.

Neuer Befall

Außerdem seien ein paar Straßen von den ursprünglich befallenen Häusern entfernt neue Kakerlaken entdeckt worden. Diese würden nun bekämpft, wie in den rund 30 anderen betroffenen Häusern in Bechtolsheim auch. Für diese kann Brückner aber inzwischen Entwarnung geben. Hier seien nur noch vereinzelt Schaben aufgetaucht, jetzt liefen die Nachsorgearbeiten.

Entwarnung in Wöllstein

Auch für die Gemeinde Wöllstein gibt es Entwarnung. Hier waren Küchenschaben vermutet worden, weil ein Bewohner aus Bechtolsheim nach Wöllstein gezogen war. Bei ihm seien aber lediglich Waldschaben entdeckt worden. Da diese sich von Pflanzen ernähren, verirren sie sich nach Angaben von Experten nur vereinzelt in Wohnungen und Häuser. Und wenn, verlassen sie normalerweise innerhalb weniger Tage entweder das Gebäude von selbst oder verhungern.

Wer zahlt?

Unklar ist immer noch, wer die Kosten für die Kakerlaken-Bekämpfung übernimmt. Es soll noch Gespräche zwischen Vertretern der Gemeinde Bechtolsheim, der Verbandsgemeinde Alzey- Land und des Kreises Alzey-Worms geben. Laut Brückner belaufen sich die Kosten bislang auf rund 50.000 Euro - Tendenz weiter steigend.

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