Eine tote Kalerlake in einer Klebefalle (Foto: SWR)

Kakerlaken in Bechtolsheim "Das Problem ist noch nicht gelöst"

Bechtolsheim hat seit Wochen ein großes Problem mit Kakerlaken. In einem Haus haben sie sich zu Tausenden vermehrt. Der Kammerjäger war am Donnerstag wieder vor Ort.

Kammerjäger Wolfgang Brückner ist den ganzen Tag in Bechtolsheim im Einsatz. 30 Häuser sind in der Gemeinde von Kakerlaken befallen beziehungsweise waren es. Das, sagt Brückner, habe er so noch nie erlebt. Mit einem sogenannten Kontakt-Insektizit besprüht er unter anderem Wände innen und außen an den Häusern.

Der Kammerjäger besprüht Wände (Foto: SWR)
Wolfgang Brückner ist seit Wochen in Bechtolsheim aktiv.

Tiere in der Kanalisation?

Die Anwohner rund um das vom Kakerlakenbefall betroffene Haus kommen auf den Kammerjäger zu und zeigen ihm die Lebendfallen. Sie erzählen ihm, dass einige Tiere in Bädern gefangen wurden. Das spreche dafür, dass die Tiere aus den Abflüssen kommen, sagt Brückner. Er geht davon aus, dass - wenn die Kakerlaken in der Kanalisation sind - das Problem noch eine Weile andauern werde. In jedem Fall müsse er in den Kanal rein, so Brückner, um zu gucken, ob dort Tiere seien. Das bedürfe allerdings eines Auftrags durch die Gemeinde und den gebe es bislang nicht.

Viel Arbeit für den Kammerjäger

Für den Kammerjäger ist es jedenfalls sein bislang größter Einsatz: "In meiner Laufbahn ist das schon ganz oben angesiedelt. Das Probelm ist definitiv noch nicht gelöst." Inzwischen sollen auch in Wöllstein Kakerlaken entdeckt worden sein, berichtet ein Bechtolsheimer. Er habe Möbel mit nach Wöllstein genommen und dort jetzt auch schon Schaben gefunden. Kammerjäger Wolfgang Brückner hat vielleicht bald noch in anderen Gemeinden zu tun.

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