Die "Notre Dame" brennt (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Julien Mattia/Le Pictorium Agency via ZUMA/dpa)

"Solidarität und Mitgefühl" Mainzer Geläut für Notre-Dame

Nach dem Feuer in der weltberühmten Pariser Kathedrale Notre-Dame ist die Betroffenheit groß. Im Mainzer Dom hat es am Dienstagmittag eine Andacht geben.

Im Gedenken an den Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame hat im Mainzer Dom ein kurzer Gottesdienst stattgefunden. Zunächst hatten um 12:00 Uhr die Glocken des Mainzer Doms geläutet. Anschließend gab es eine Gedenkminute und eine kurze Gebetszeit im Dom. Rund 50 Menschen nahmen daran teil.

Solidarität in ganz Europa

Das Bistum Mainz beteiligte sich damit an einer Initiative des Kölner Doms, bei der Kathedralkirchen in ganz Europa aufgerufen waren, Solidarität und Mitgefühl für die Betroffenen in Paris zum Ausdruck zu bringen.

Mainzer Dom - zum Teil eingerüstet.  (Foto: SWR)
Am Mainzer Dom wird eigentlich immer gebaut.

Am Mainzer Dom wird immer gebaut

Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung informierte der Mainzer Domdekan, Prälat Heinz Heckwolf, über die Bauarbeiten und das Sicherheitskonzept am Mainzer Dom. Der 1000-jährige Mainzer Dom wird eigentlich immer renoviert. Auch derzeit sind Teile des Gebäudes eingerüstet.

Solch verheerender Brand in Mainz nicht möglich

Nach Angaben von Jörg Walther vom Mainzer Dombauamt hat der Mainzer Dom, ähnlich wie in Notre-Dame, einen hölzernen Dachstuhl, der in Flammen aufgehen könnte. Allerdings sei ein solch verheerenden Brand wie in Paris im Mainzer Dom nicht möglich.

Der komplette Westchor sei mit einem Steingewölbe versehen - einer Brandschutzmaßnahme aus dem 18. Jahrundert, die sich schon im Zweiten Weltkrieg bewährt habe. Außerdem sei das romanische Gewölbe des Doms aus sehr dickem Lavagestein, dem könne Hitze kaum etwas anhaben.

Lieber zweimal prüfen

Dennoch werde man nun nach dem Feuer in Paris noch einmal alles überdenken und sich mit der Feuerwehr zusammensetzen. Dies tue man ohnehin regelmäßig, einmal mehr hinschauen, bringe aber immer was, so Walther.

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