Hilfsgüter in Indonesien (Foto: SWR)

Hilfe für Tsunami-Katastrophenregion Stromaggregate für Sulawesi

Am Flughafen Hahn hat das Technische Hilfswerk (THW) am Samstag rund 40 Stromaggregate verladen. Die Geräte aus Mainz sollen in das Tsunami-Gebiet nach Indonesien gebracht werden.

Die Stromaggregate, die zum größten Teil aus dem Zentrum für Auslandslogistik (ZAL) des THW in Mainz stammen, liegen in einem Leistungsspektrum zwischen sechs und 100 Kilovoltampere. Diese werden ergänzt um weitere Generatoren aus den Bundesländern Thüringen und Nordrhein-Westfalen.

In Absprache mit den örtlichen Behörden werden auch zwei erfahrene Einsatzkräfte in die Katastrophenregion auf der Insel Sulawesi entsandt.

Je nach Bedarf können die Stromerzeuger vor Ort dezentral, zum Beispiel im Bereich der Versorgung der Bevölkerung oder zum Betrieb von Kommunikationstechnik genutzt werden.

Bei den Einsatzkräften handelt es sich um einen Elektriker und einen Logistiker des THW. Die beiden erfahrenen Ehrenamtlichen werden den Transport und die Übergabe vor Ort begleiten und die indonesischen Katastrophenschutzkräfte in die fachgerechte Benutzung einweisen. Die Kosten für die Hilfeleistung trägt das Auswärtige Amt.

Hilfe bei Trinkwasseraufbereitung

Auch aus dem Norden des Landes reisen Helfer nach Sulawesi. Ehrenamtliche aus dem Westerwald sowie dem Landkreis Mayen-Koblenz unterstützen ein Team des Bundesverbandes Rettungshunde sowie die Hilfsorganisation ISAR Germany. Sie wollen unter anderem helfen, im Katastrophengebiet dringend benötigtes Trinkwasser bereitzustellen, sagte ein Sprecher.

Am Freitag vor einer Woche hatte ein Erdbeben der Stärke 7,5 und ein darauffolgender Tsunami weite Teile der Insel zerstört. Mindestens 1.550 Menschen kamen ums Leben. Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge sind derzeit fast 200.000 Menschen auf Hilfe angewiesen.

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