Innenstadt von Bad Kreuznach (Foto: SWR)

Verkaufsoffene Sonntage in Rheinhessen Bad Kreuznacher Einzelhändler sammeln Unterschriften

Bürger und Geschäftsleute in Bad Kreuznach sind enttäuscht, dass am Sonntag in der Stadt die Geschäfte geschlossen bleiben mussten. In anderen Städten in Rheinhessen war der Mantelsonntag ein Erfolg.

Die Initiative "Klein Venedig Bohème" der Bad Kreuznacher Bürger und Geschäftsleute hatte die Unterschriftenaktion gestartet. Sie will sich mit der Stadt solidarisch zu zeigen. In Bad Kreuznach mussten die Geschäfte am Sonntag geschlossen bleiben, weil die Gewerkschaft Verdi mit einem Eilantrag beim Oberverwaltungsgericht den verkaufsoffenen Sonntag verhindert hatte.

Dem Gerichtsurteil zufolge dürften die Geschäfte am Sonntag nur geöffnet haben, wenn die Besucher überwiegend wegen des Herbstmarktes in die Stadt kämen und nicht wegen der Einkaufsmöglichkeiten, urteilte das Gericht. Die Ladenöffnung dürfe nur ein zusätzlicher Aspekt sein. Das sei an dem besagten Sonntag in Bad Kreuznach nicht der Fall.

Mantelsonntage in Mainz, Worms und Bingen erfolgreich

Die Veranstalter der verkaufsoffenen Sonntage in Mainz, Worms und Bingen zogen hingegen eine positive Bilanz. Ein Sprecher der Werbegemeinschaft Mainz sagte dem SWR, es sei zwar kein Rekordbesuch gewesen, aber trotz des schlechten Wetters sei die Stadt voll gewesen. Auch in Worms und Bingen zeigten sich die Einzelhändler laut Veranstaltern zufrieden. Der Kreativmarkt in Bingen sowie der Herbstmarkt in Worms hätten als Begleitprogramm zahlreiche Besucher angelockt.

Ob sich das kurzfristige Verbot des verkaufsoffenen Sonntags in Bad Kreuznach auf die Besucherzahlen des Herbstmarkts ausgewirkt habe, könne man nicht sagen, so die Veranstalter. Der Bad Kreuznacher Einzelhandels-Verein "Pro City" hatte zuvor enttäuscht auf die Absage des verkaufsoffenen Sonntags reagiert. Es fühle sich ungerecht an, wenn in Bad Kreuznach etwas verboten werde, was anderswo durchgeführt werde, so eine Sprecherin.

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